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13.08.2015 | (rsn) – Nach einer enttäuschenden Tour de France hat Alexander Kristoff (Katusha) beim Heimspiel in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der 28 Jahre alte Norweger feierte zum Auftakt des 3. Arctic Race of Norway (2.HC) seinen 19. Saisonsieg und verwies dabei seinen Landsmann Edvald Boasson Hagen (MTN-Qhubeka) im Sprint mit deutlichem Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Ire Sam Bennett (Bora-Argon 18), der wie Kristoff erstmals seit der Tour de France wieder im Renneinsatz war.
„Ich habe den ganzen Sommer über nichts gewonnen, schön, dass es hier geklappt hat“, stellte der an Anzahl von Siegen gemessen erfolgreichste Fahrer des Pelotons im Ziel zufrieden fest. „Ich war im Finale in einer perfekten Position und im Sprint auch der stärkste Fahrer“, so Kristoff, der wieder einmal von der erstklassigen Vorarbeit seines Anfahrers Marco Haller profitierte, der seinen Kapitän den Sprint lancierte, den dieser im ansteigenden Finale vom Hinterrad Boasson Hagens aus lancierte, um auf der Innenbahn am MTN-Kapitän unwiderstehlich vorbeizuziehen.
Allerdings geriet der Norwegische Meister zuvor außer Tritt, als nämlich Haller nach getaner Arbeit ausscherte. „Ich wurde hinter ihm etwas blockiert und das ist bei seinem solchen Finale nie gut“, meinte Boasson Hagen, der sich aber schon auf die kommenden Aufgaben fokussierte. „Ich habe mich gut gefühlt, das Team war perfekt und ich konzentriere mich jetzt auf die nächsten Etappen.“
Auch die Bilanz des deutschen Bora-Teams fiel positiv aus – und zwar nicht nur, weil Bennett im ersten Rennen nach der für ihn unglücklich verlaufenen Frankreich-Rundfahrt mit den Besten mithalten konnte. „Mit diesem Auftakt können wir sehr zufrieden sein. Für Sam und uns war es wichtig zu sehen, wo er nach der Tour steht. Es war ein ziemlich schweres Finale und da muss man schon gut drauf sein, um auf das Podium zu fahren“, fasste der Sportliche Leiter André Schulze zusammen und nannte als zweiten Grund für seine Zufriedenheit, dass Kapitän Paul Voß, im vergangenen Jahr Fünfter der Gesamtwertung, auf dem 201 Kilometer langen Teilstück rund um Harstad keine Zeit einbüßte. „Rundum ein guter Tag für uns!“
Der Tag begann bei norwegisch kühlen Temperaturen von nicht mehr als 14 Grad mit zahlreichen Attacken, ehe sich eine siebenköpfige Gruppe lösen konnte, die bis zu sieben Minuten Vorsprung hatte, ehe Lampre-Merida und Katusha die Verfolgung aufnahmen. Auf hügeligem Terrain fiel die Spitzengruppe im Finale auseinander, ehe der Norweger Vegard Stake Laengen (Joker) eingangs der letzten Runde im Anstieg des Zielkurses mit seinem Landsmann Marius Hafsas (Fixit.no) den noch letzten verbliebenen Begleiter abschüttelte.
Doch die Sprinterteams stellten zwei Kilometer später auch Stake Laengen und verhinderten weitere Attacken, wobei sich vor allem Kristoffs und Bennetts Helfer hervortaten. Im ansteigenden Finale schließlich brachte Gerald Ciolek seinen Teamkollegen Boasson Hagen in Position, doch der hatte die Rechnung ohne seinen Landsmann Kristoff gemacht, der zu seinem dritten Tagessieg beim Arctic Race of Norway sprintete, nachdem er im vergangenen Jahr bereits zwei Etappen gewonnen und im Schlussklassement den zweiten Platz belegt hatte.
„Jetzt können wir etwas entspannter sein, weil wir einen Sieg haben. Das Team hat fantastisch gearbeitet, obwohl wir einen Mann weniger sind. Und mit fünf Mann ist es schwer“, lobte Kristoff seine Helfer nach deren brillanter Vorstellung.
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