|
|
Zitat der Woche:
"Ich habe die kriminelle Energie unterschätzt."
(Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer zum Fall Schumacher)
Aktuelle Nachrichten
Continental-News
Hintergrund
Ergebnisse
Teams
Fahrer
Videos
Live-Ticker
TV-Termine
Giro d'Italia
Tour de France
Deutschland Tour
Vuelta a España
Archiv
RSN-Archiv 1996-2007
Kleinanzeigen
Links
Vereinsdatenbank
Lexikon
WAP / PDA
Homepage-News
RSS-Feed
Radsport-Aktiv.de
Radsport-News.com
Mediadaten
Produktinformationen
Datenschutz
Kontakt / Impressum
31.07.2003 - Stuttgart (dpa) - Die deutschen Verfolger haben für einen Skandal bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart gesorgt. Nach einer Meuterei des für Thüringen fahrenden Quartetts Jens Lehmann, Sebastian Siedler, Christian Bach und Daniel Becke sagte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) den geplanten Start des Vierers ab.
Das Quartett hatte sich geweigert, gemeinsam mit den Berlinern Guido Fulst, Robert Bartko und Robert Bengsch anzutreten. Es kam damit einer Aufforderung ihres Heimtrainers Jens Lang nach, der die vier Fahrer via E-Mail zum Boykott aufgefordert und die Fortsetzung der Zusammenarbeit davon abhängig gemacht hatte.
«Der BDR lässt sich nicht erpressen. Deswegen ist es nicht möglich, einen Vierer auf die Bahn zu bringen», erklärte BDR-Präsidentin Sylvia Schenk. Der Leipziger Lehmann, der wie Siedler (Gera) und Bach (Erfurt) für das Thüringer Team Köstritzer fährt, sowie Becke (Erfurt) wurden noch am Abend nach Hause geschickt. Schenk erklärte zudem die Nationalmannschafts-Karrieren der vier Fahrer für beendet und ein Olympia-Start in Athen für ausgeschlossen. «Es wird einen Neuaufbau für 2004 gegen mit Fulst und Bartko und Talenten», sagte sie. Damit ist der olympische Gold-Vierer, der bei den Spielen 2000 mit Weltrekord gewonnen hatte, Geschichte.
Lehmann, Becke, Siedler und Bach boten am späten Abend auf einer improvisierten Pressekonferenz ihre Bereitschaft zum Start an. «Wir sind in Stuttgart bis zum Vierer-Start, wir sind auch in der Halle und weiter bereit zu fahren. Es geht darum, dass wir nicht mit Robert Bartko und Guido Fulst fahren. Dass das eine Scheiß-Situation ist, braucht mir keiner zu sagen», erklärte Lehmann.
Nach dem Viertelfinal-Aus von Becke und Bartko war der seit der Nichtnominierung von Lehmann schwelende Streit erneut eskaliert. Becke unterlag in 4:27,379 Minuten dem Briten Paul Manning und Bartko in 4:26,522 dem Spanier Sergi Escobar. Daraufhin wiederholte Lehmann seine Betrugsvorwürfe gegen die Teamleitung, die Bartko statt ihn für den Wettbewerb aufgestellt hatte. «Ich bin um eine Riesenchance betrogen worden», wetterte der 35-jährige WM-Dritte des Vorjahres und nannte Bartko einen Touristen. «Er hat sich charakterlos verhalten. Ich kann vergeben, aber nicht vergessen. Ich gehe nicht noch einmal auf ihn zu. Ich bin doch kein Kasper», konterte Bartko, Doppel-Olympiasieger von Sydney.
Kurzerhand zitierte Schenk die beiden Streithähne, Sportdirektor Burckhard Bremer und Bundestrainer Bernd Dittert zu einem Krisengipfel in die Katakomben der Schleyerhalle. Danach wähnte die BDR-Präsidentin den Eklat abgewendet. Umso überraschter war sie von der Rebellion am Abend. «Das kam für mich aus heiterem Himmel», sagte sie.
Das Fass zum Überlaufen brachte offensichtlich die E-Mail von Jens Lang, Stützpunkttrainer in Erfurt und Coach des Köstritzer-Teams, an seine Fahrer mit dem Boykott-Aufruf. «Deshalb fordere ich Euch auf, gemeinsam ein Signal für sportliche Fairness, Kameradschaft, Ehrlichkeit und Vertrauen zu setzen», schrieb Lang dem Quartett. Genau mit diesen Worten begründeten die vier Fahrer in einer Presseerklärung ihren Boykott.
«Aber ein solches Maß an Charakterstärke bringt der BDR auch noch auf», sagte Sylvia Schenk, nachdem alle guten Worte nicht mehr gefruchtet hatten. «Wir haben keinen anderen Ausweg gesehen», meinte Dittert.
Bei dem Krisengipfel hatte das Quartett Langs E-Mail bereits erhalten. Dennoch schien der Krach zunächst bereinigt. Alle Beteiligten versprachen, sich nur noch auf den Vierer konzentrieren zu wollen, der zur Qualifikation antreten sollte. «Das Thema ist abgeschlossen. Wir werden uns auf den Vierer konzentrieren und hoffen, dass wir da besser rausgehen als im Einer», hatte Lehmann gesagt - offenbar noch im Bemühen, seine zum Karriereabschluss geplante Olympia-Teilnahme 2004 in Athen nicht aufs Spiel setzen zu wollen.
Doch am Abend waren alle Vereinbarungen Makulatur. «Vielleicht eröffnet sich dadurch eine Chance für zukünftige Sportler-Generationen», heißt es zum Abschluss in der Erklärung des Quartetts.
Schweizer neuer deutscher Hochschulmeister (13.10.2008)
Degenkolb gelingt historisches Triple (06.10.2008)
Westmattelmann deutscher Zeitfahr-Hochschulmeister (06.10.2008)
Re: Der Kohl ist nun auch fett (14.10.2008)
Re: Noch mindestens zwei weitere positiv (14.10.2008)
Re: ARD - Armstrong - Astana - ZDF (14.10.2008)
Re: Entwicklung UCI - Rücktritt Vizepräsident - neuer Rennkalender (14.10.2008)
die letzten dt. Dopingsünder waren meinstens Arztsöhne (14.10.2008)