Profi-Radsport

AIGCP-Treffen in Paris

Teamchefs fordern DNA-Tests

26.10.2006 - (Ra/dpa) - Die Vereinigung der Profirennställe AIGCP hat sich auf ihrer Sitzung am Mittwoch in Paris einstimmig für die Einführung von DNA-Tests ausgesprochen. Demnach sollen die Fahrer ab der kommenden Saison zu entsprechenden Kontrolle verpflichtet werden. Die Neuregelung soll ab 1. Januar 2007 greifen.Vor dem Hintergrund des spanischen Blutdopingskandals erhoffen sich die Teamchefs eine schnelle und zweifelsfreie Klärung von Fällen wie denen der beiden Spitzenfahrer Jan Ullrich und Ivan Basso.

Ullrich und Basso waren im Zug der Operation Puero in Dopingverdacht geraten und von ihren Teams T-Mobile und CSC suspendiert worden. Ein Dopingverfahren gegen den Girosieger wurde in Italien inzwischen mangels Beweisen eingestellt. Der Schweizer Radsportverband will demnächst entscheiden, ob er gegen Ullrich, der inzwischen seine Schweizer Lizenz zurückgegeben hat, ein Verfahren eröffnet. Sollte der Toursieger von 1997 verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Sperre. Sowohl Ullrich als auch Basso haben sich bislang geweigert, sich DNA-Tests zu unterziehen.

An dem Treffen der Teamchefs nahm auch der Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, Pat McQuaid, teil. Am freiwilligen Ethik-Kodex, an dem die von dem Berliner Profi Jens Voigt geführte Rennfahrer-Gewerkschaft scharfe Kritik übt, soll festgehalten werden.

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