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20.02.2007 - (sid/Ra) - Um Haaresbreite hat das T-Mobile Team seinen ersten Saisonsieg verpasst. Im Schlussspurt der ersten Etappe der Kalifornien-Rundfahrt von Sausalito nach Santa Rosa (156,4km) musste sich Neuzugang Greg Henderson aus Neuseeland nur dem Australier Graeme Brown vom niederländischen Rabobank-Rennstall geschlagen geben. Bei der knappen Entscheidung, die erst nach Ansicht des Zielfotos feststand, kam Discovery-Sprinter Allan Davis (Australien) auf den dritten Platz.
Die Führung in der Gesamtwertung behauptete Lokalmatador Levi Leipheimer (Discovery) als 50. der Tageswertung erfolgreich. Der frühere Gerolsteiner-Fahrer, der am Sonntag den Prolog für sich entschieden hatte, wurde in seiner Heimatstadt trotz eines Sturzes wenige Kilometer vor dem Ziel zeitgleich mit dem Tagessieger gewertet und verteidigte so seinen Vorsprung von einer Sekunde auf seinen zweitplatzierten Landsmann Jason Donald (Team Slipstream. Bester Deutscher in der Gesamtwertung ist der Berliner Jens Voigt (CSC), der als Zwölfter zehn Sekunden Rückstand aufweist.
Für Verwirrung sorgte der Streckensprecher, der zunächst Henderson als Sieger ausrief. Erst nach Auswertung des Zielfotos wurde Brown zum Tagessieger bestimmt. "Es gab große Emotionen. Keiner wusste Bescheid, wer gewonnen hat", sagte der 30-jährige Henderson. „Ich bin am Boden zerstört und weiß nicht, was ich sagen soll.“ Pech hatte ein weiterer T-Mobile-Fahrer: Gerald Ciolek war wie Leipheimer in den Massensturz verwickelt. Der U23-Weltmeister, der in Kalifornien sein Debüt als Profi im Magenta-Team feiert, zog sich Prellungen und Hautabschürfungen zu, konnte das Rennen jedoch fortsetzen. Ciolek erreichte das Ziel als Vorletzter der 143 gewerteten Fahrer.
Verärgerung auch beim Team Gerolsteiner, dessen Fahrer fast sämtlich in den Massensturz verwickelt waren: "Das Ganze ist auf den letzten drei Kilometern passiert. Warum dann einige, wie zum Beispiel unser Oliver Zaugg mit einer anderen Zeit gewertet wurden, verstehe ich nicht", schimpfte Teamchef Hans-Michael Holczer über die Entscheidung der Rennjury und kündigte an. "Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen." Zwar kamen alle Gerolsteiner glimpflich davon, im Finale war Sprinter Peter Wrolich aber auf sich allein gestellt. Der Österreicher, der noch an den Folgen eines Sturzes bei der Katar-Rundfahrt laboriert (angebrochener Finger, angebrochene Rippe) machte mit Platz sieben noch das Beste aus der Situation.
Am Schlimmsten von dem Sturz betroffen war CSC-Profi David Zabriskie. Der US-Amerikaner musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Für ihn ist die Rundfahrt beendet.
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