Profi-Radsport

Hanegraaf kündigt Klage an

Unibet nennt Kompromiss "inakzeptabel"

06.03.2007 - (Ra/sid) - Bleibt das neue ProTour-Team Unibet.com beim Kompromiss zwischen dem Weltradsportverband UCI und den großen Veranstaltern auf der Strecke? 18 ProTour-Teams sind bei allen 27 Rennen der Serie gesetzt, also auch Gerolsteiner, T-Mobile und Milram. Auch um Astana müsse man sich keine Sorgen machen, so Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer: "Sie können mit ihren starken Fahrern überall mit Wildcards rechnen." Letztlich haben die „Rebellen“ jedoch ihr Recht der Auswahl behauptet – und das vor allem auf Kosten des schwedisch-belgischen Unibet-Teams. "Das ist völlig inakzeptabel!", schimpfte dann auch Teammanager Jacques Hanegraaf. "Um zu unserem Recht zu kommen, werden wir juristische Schritte gegen die Organisatoren und die UCI einleiten. Wir haben 32 Millionen Euro investiert, um in die ProTour zu kommen und so die Garantie zu haben, bei allen großen Rennen starten zu können und nun wird uns dieses Recht verweigert. Das ist inakzeptabel. Die Übereinkunft vom Montag verändert für uns gar nichts und sie bleibt zudem überaus vage, was die Zukunft angeht. Sie haben neun Stunden gebraucht dazu? Dafür hätte auch eine Stunde gereicht“, so Hanegraaf, dessen Team sich zumindest in Frankreich auch noch mit anderen Problemen konfrontiert sieht.

Dort ist die Werbung mit privaten Wettanbietern nämlich untersagt, so dass Unibet, wenn überhaupt, dann nur in neutralen Trikots ohne den Schriftzug des Sponsors antreten darf - das aber wird der kaum mitmachen.