Profi-Radsport

Deutsche und französische Teams protestieren

Streik für eine saubere Tour

25.07.2007 - Orthez (dpa/Ra) - Die sechs französischen sowie die beiden deutschen Teams T-Mobile und Gerolsteiner haben zu Beginn der 16. Tour-Etappe mit einem rund zehn Minuten langen Sitzstreik gegen Doping im Radsport protestiert.

Unmittelbar nach dem Start waren sich die französischen und deutschen Teams sowie Marcel Sieberg und Christian Knees vom Milram-Team stehen geblioeben. Die Fahrer der restlichen Mannschaften hatten daraufhin ihre Räder durch die Reihen ihrer streikenden Kollegen gehoben und sich auf die Strecke begeben. Ein deutlicheres Symbol für das gespaltene Fahrerfeld hätte es kaum geben können.

Die Reaktion der Zuschauer dagegen war eindeutig: Während die protestierenden Fahrer und Teams mit lautem Beifall bedacht wurden, mussten sich die übrigen Teams, die "business as usual" betreiben wollten, Buhrufe gefallen lassen.

Sebastien Hinault (C.A) hatte zuvor schon den Protest angekündigt. Die Fahrer wollen für einen "sauberen Sport" demonstrieren.

Wie der Pressesprecher des Teams Gerolsteiner, Matthias Wieland, gegenüber der Deutschen Presse Agentur dpa weiter bestätigte, wollten die acht Mannschaften mit dieser Aktion Öffentlichkeit und Mitstreiter aufrütteln. Die acht Teams hatten sich am 24. Juli zu der Vereinigung «für mehr Glaubwürdigkeit im Radsport» zusammengeschlossen.

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