Profi-Radsport

Dopingfall Winokurow

Auch Klöden steht vor einem Scherbenhaufen

25.07.2007 - Aubisque (dpa/Ra) – Vorzeitiges Tourende auch für Andreas Klöden: Der 32-Jährige Astana-Kapitän verließ am Vortag als letzter Fahrer seines Teams das von rund 30 Polizisten umstellte Mannschafts-Hotel in Pau. Seit Tour-Beginn kommuniziert der Wahlschweizer mit der Öffentlichkeit vornehmlich über seine Homepage. Am 25. Juli war der Eintrag noch nicht aktualisiert. «Es ging wieder mal mit hohem Tempo los» steht da zu lesen, womit nicht die chaotischen Verhältnisse vom Vortag gemeint waren, sondern der Beginn der ersten Pyrenäen-Etappe.

Klödens sportliche Zukunft steht in den Sternen, weil mit der Auflösung des Astana-Teams zu rechnen ist, obwohl Team-Manager Marc Biver das Versprechen des Verteidigungsministers Danijal Achmetow dagegen setzte. Am Ruhetag hatte Klöden noch ein Mal Besuch von seinem Manager Tony Rominger erhalten. Die Klientel des einstigen Weltklasse-Profis aus der Schweiz, der schon früh mit dem umstrittenen Mediziner Michele Ferrari zusammenarbeitete, ist bei der Tour geschrumpft. Rominger betreut als Manager 20 Radprofis, vier von ihnen standen in London am Tour-Start. Patrik Sinkewitz, inzwischen des Dopings überführt, ist nach seinem Sturz ausgeschieden, Winokurow mit dem Nachweis von Fremdblut-Doping ebenfalls. Nur Marcus Burghardt vom T-Mobile-Team hält noch die Stellung.