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10.08.2007 - (dpa/sid/Ra) - Die Deutschland-Tour hat mit einem Heimsieg für die deutschen Sprinter begonnen. Robert Förster (Gerolsteiner) setzte sich nach 183,7km rund um Saarbrücken im Massensprint vor dem Italiener Danilo Napolitano (Lampre) und Erik Zabel (Milram) durch. Mit seinem Tagessieg ist der 29-jährige Leipziger zugleich erster Träger des Gelben Trikots als Führender der Gesamtwertung.
"Das ist ein ganz wichtiger Sieg für uns, auch im Hinblick auf die anstehende Entscheidung des Sponsors. Es ist alles optimal gelaufen, die Mannschaft ist stark für mich gefahren. Als Deutscher in einem deutschen Team in Deutschland zu gewinnen, sagt alles über die Wichtigkeit dieses Sieges", meinte Förster, der erstmals bei der Deutschland-Tour eine Etappe gewann. Sein hart erkämpfter Tagessieg, wirkte wie ein kleines Trostpflaster für den entgangenen Etappensieg bei der Tour de France. Förster: „Das Team hat von Beginn an auf mich gesetzt und heute hat es eben geklappt. Ich hatte nach der Tour de France einen kleinen Durchhänger und ich habe die vergangenen vier Tage nicht trainiert."
Erik Zabel fährt dagegen seinem ersten Etappensieg nach über vier Jahren bei der Deutschland-Tour weiter hinterher. Am 3. Juni 2003 hatte er in Altenburg letztmals ein Teilstück gewonnen. Mit zwölf Etappensiegen ist der 37-Jährige aber immer noch Rekordhalter der Rundfahrt.
Lange Zeit hatte eine dreiköpfige Fluchtgruppe das Rennen bestimmt. Der Slowene Matej Muggerli (Liquigas), der Niederländer Maarten den Bakker (Skil Shimano) und der Österreicher Philipp Ludescher (Volksbank) waren nach rund 40km ausgerissen und hatten zwischenzeitlich einen Vorsprung von zehn Minuten herausgefahren. Während Ludescher wieder abreißen lassen musste, blieb das Duo bis zehn Kilometer vor dem Ziel an der Spitze, ehe das Hauptfeld mit den gutklassig besetzten Sprinterteams wie Milram (Zabel), Gerolsteiner (Förster), T- Mobile (Ciolek), Lampre (Napolitano) und CSC (Juan- José Haedo) die Ausreißer wieder schluckte.
Ein erster Wegweiser Richtung Gesamtsieg wird das Mannschaftszeitfahren am (morgigen) Samstag in Bretten sein. Die großen Favoriten für die 42,2 Kilometer heißen CSC mit Vorjahres-Gesamtsieger Jens Voigt und Discovery Channel mit dem Zweiten von 2006 und Dritten der diesjährigen Tour de France, dem US-Amerikaner Levi Leipheimer. Voigt soll ein Vorsprung aus dem bei der Deutschland-Tour zum ersten Mal ausgetragenen Team-Zeitfahren in den Bergen helfen. Dort will Mitfavorit Linus Gerdemann (T-Mobile) den vermeintlichen Zeitverlust aus dem Kampf gegen die Uhr («Es geht für uns in Bretten um Schadensbegrenzung») wettmachen.
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