Profi-Radsport

"Bettini hätte unterschreiben sollen"

Zabel: "Schlimmster Fall für den Radsport"

01.10.2007 - (sid/dpa/Ra) - Die Straßenrad-WM von Stuttgart wird für Erik Zabel wegen der ständigen Überlagerung durch die Dopingthematik in bedrückender Erinnerung bleiben: "Am Schluss steht nur Traurigkeit wegen des Schadens für den Radsport, den Verband und die Stadt", sagte der 37-Jährige, dessen Ambitionen auf eine weitere Medaille sich nach Silber 2006 nicht erfüllten.

Zabel bekundete zwar sachliches Verständnis für die Weigerung des alten und neuen Weltmeisters Paolo Bettini aus Italien, die Antidoping-Erklärung zu unterschreiben, stellte jedoch auch klar: "Persönlich bin ich der Meinung, dass er hätte unterschreiben sollen."

,,Die ganzen Probleme hätten auch schon eher geklärt werden können, nicht erst in diesen vier Tagen - ob Valverde, Di Luca oder Bettini. Unter dem Strich bleibt wohl eine Antipathie zwischen den Verbänden und der Stadt Stuttgart. Ich glaube nicht, dass in Stuttgart so schnell wieder ein Profiradrennen stattfinden wird. Das Ganze ist zum Worst Case geworden", sagte der Berliner rückblickend auf die chaotischen WM-Tage, die von Gerichtsverfahren, Doping-Verdächtigungen und Querelen zwischen Verbänden und der Stadt gekennzeichnet waren.