Profi-Radsport

Nach dem Leipheimer-Wechsel

Astana: Für Klöden bleibt wieder nur die Helferrolle

24.10.2007 - (sid/Ra) - Der zweimalige Tour-Zweite Andreas Klöden bekommt bei Astana immer mehr Konkurrenz. Einen Tag nach Tour-de-France-Sieger Alberto Contador gab auch der Tour-Dritte Levi Leipheimer (USA) seinen Wechsel zum kasachischen Rennstall bekannt, wo nun die Elite des aufgelösten Discovery-Teams wieder mit dem vor zwei Wochen verpflichteten Teammanager Johan Bruyneel vereint ist.

Damit bleibt für Klöden wohl wieder nur die Rolle des „Edelhelfers“, nachdem er schon als "Kronprinz" von Jan Ullrich bei Telekom/T-Mobile und zuletzt bei Astana hinter Alexander Winokurow hatte zurückstecken müssen.

Leipheimer ließ keine Zweifel an der neuen Rollenverteilung aufkommen: "Contador und ich werden zusammenarbeiten, wir beide können im nächsten Jahr die Tour gewinnen", sagte der ehemalige Gerolsteiner-Kapitän, der am Mittwoch seinen 34. Geburtstag feierte, dem US-Sportsender ESPN. Er habe einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Erst am Montag hatte Astana die Verpflichtung von Contador bekannt gegeben, der zum Kreis der Verdächtigen um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes gehört, aber alle Vorwürfe bestreitet.

Ungewiss wie für Klöden scheint auch die Situation für Mario Kummer zu sein, der Anfang des Jahres als sportlicher Leiter von T-Mobile zu Astana gewechselt war. Denn Bruyneel, der zuvor Lance Armstrong zu sieben Toursiegen führte, dürfte auf seine bewährte Betreuertruppe bauen.