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14.10.2008 - Rom (dpa/sid/rsn) - Lance Armstrong wird möglicherweise nicht wie angekündigt im kommenden Jahr an der Tour de France teilnehmen. «Derzeit bestehen noch Zweifel bezüglich der Tour», sagte der Amerikaner in einem Interview der «La Gazzetta dello Sport».
Allen sei die Bedeutung des Rennens bekannt, aber wegen der Probleme mit Organisatoren, Journalisten und Fans könne er von seiner Mission abgelenkt werden, meinte Armstrong. Diese «Mission» sei eine weltweite Aufmerksamkeit für den Kampf gegen Krebs.
Der siebenmalige Tour-Sieger betonte jedoch zugleich, dass er sehr gerne bei der Frankreich-Rundfahrt an den Start ginge. «Ich hoffe, dass es eine diplomatische und friedliche Lösung gibt», sagte Armstrong der italienischen Sporttageszeitung. Vor seiner Comeback-Ankündigung habe er die Tour-Organisatoren informiert, jedoch noch keine Antwort erhalten. Dass ihn die Tour nicht einladen könnte, glaubt Armstrong nicht. «Alles ist möglich, aber ich halte das für unwahrscheinlich. Das wäre ein Eigentor», sagte der in der kommenden Saison für den Astana-Rennstall seins langjährigen teamchefs Johan Bruyneel fahrende Texaner. «Ich will in Paris dabei sein, aber in einer gelassenen Atmosphäre», sagte Armstrong.
Vor der Tour wird er im kommenden Jahr erstmals beim Giro d`Italia starten. Die Italien-Rundfahrt sehe er nicht nur als Training für die Tour an. «Ich starte beim Giro, um zu siegen. Allein schon, weil es möglich sein könnte, dass der Giro mein einziges Rennen über drei Wochen sein wird», sagte Armstrong.
Der in der neunziger Jahren an Hodenkrebs leidende Armstrong hatte am Montag verkündet, im kommenden Mai erstmals den Giro d'Italia zu fahren. Der Veranstalter hatte ihn zum 100-jährigen Bestehen der Italien-Rundfahrt eingeladen. Zuvor hatte Armstrong bereits vollmundig den Start bei der Tour de France angekündigt.Zweifelhaft bleibt die Haltung des Giro-Organisators Angelo Zomegnan im Anti-Dopingkampf. Zomegnan hatte erklärt, an der Aufarbeitung von Armstrongs Vergangenheit nicht interessiert zu sein. Auch nachträgliche Analysen der in diesem Jahr genommenen Proben auf das EPO-Präparat CERA hält der Giro-Chef für überflüssig.
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