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27.01.2009 - (sid/rsn) - Lance Armstrong (Astana) sieht die Entwicklung im deutschen Radsport mit großer Sorge. "Ich hoffe, die Einstellung in Deutschland ist nicht feindlich. Aber was dort mit dem Radsport geschieht, ist schon ein Drama", sagte der siebenmalige Tour-Sieger in einem Interview mit mehreren deutschen Zeitungen.
Dabei kann der 37 Jahre alte Texaner die Reaktionen auf die Dopingskandale der vergangenen drei Jahre nachvollziehen. "Ich habe zum Teil Verständnis dafür. Die Leute hatten sich für den Sport engagiert. Mit Investitionen und Emotionen", sagte Armstrong, von dem es selber mehrere positive Dopingproben aus dem Jahr 1999 gibt. "Diese Leute fühlen sich verraten."
Er habe nach dem Ausstieg von ARD und ZDF aus der breitflächigen Live-Übertragung von der Tour de France sogar mit dem früheren WDR-Intendanten Fritz Pleitgen gesprochen, so Armstrong. "Ich habe ihm gesagt: Sorry, ich werde die Tour fahren. Und ich tue das für einen großen Zweck, die Krebs-Kampagne", sagte der US-Amerikaner.
Seine Rückkehr nach Frankreich sieht Armstrong nicht mehr so kritisch wie noch vor einigen Monaten, als er angab, er fürchte um seine Sicherheit. Es habe sich einiges geändert, ASO-Chef Patrice Clerc musste gehen: "Er glaubte, allein die Tour sei der Star, nicht die Athleten. So läuft das im Sport nicht."