Ciolek: „Ich bin froh, dass es heute geklappt hat“
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18.01.2012 - (rsn) – Martin Kohler (BMC) gelang auf der 2. Etappe der Tour Down Under ein Coup nach Plan. Der Schweizer Zeitfahrmeister eroberte nach einem erfolgreichen Ausreißversuch das orangefarbene Führungstrikot, indem er wie bereits zum Auftakt die beiden Zwischensprints für sich entschied und dafür mit Bonussekunden belohnt wurde.
"Das ist wirklich unglaublich. Ich hatte einen guten Tag und ein gutes Resultat und das hat mir nun zur momentanen Gesamtführung verholfen. Ein WorldTour-Führungstrikot zu tragen fühlt sich super an, ich bin sehr glücklich“, sagte Kohler, der mit seinem Sportlichen Leiter Rik Verbrugghe vor dem Start die Optionen durchgesprochen hatte. „Es gab zwei Sprint-Bonifikationen und ich habe Martin gesagt, er soll es versuchen“, erklärte der Belgier die Marschroute.
Kohler setzte sich sofort nach dem Start in Lobethal vom Feld ab, nur gefolgt vom Australier Will Clarke (Uni SA). Bis zum zweiten und letzten Zwischensprint bei Rennkilometer 62,4 blieben die beiden Ausreißer zusammen, dann ließ sich Kohler wie geplant zurückfallen, um Kräfte zu sparen. Zu diesem Zeitpunkt lag er im Gesamtklassement bereits zwei Sekunden vor André Greipel (Lotto-Belisol) in Front und war virtueller Träger des Führungstrikots.
Weil Clarke, der auf den letzten rund 80 Kilometern unbeirrt seine Soloflucht fortsetzte und die Etappe schließlich gewann, nach der Auftaktetappe aber nur einen Rückstand von 1:40 Minuten auf Kohler hatte, war BMC gezwungen, sich an der Verfolgungsarbeit zu beteiligen.
"40 Kilometer vor dem Ziel führte Clarke mit etwa zehn Minuten. Es wurde also eng und wir mussten etwas unternehmen. Manuel Quinziato und Marcus Burghardt begannen mit der Aufholjagd, im Finale übernahm Mathias Frank“, beschrieb Verbrugghe die entscheidende Rennphase.
Es sollte schließlich für BMC reichen, denn die Verfolger verkürzten den Rückstand auf den Tasmanier noch auf 1:02 Minuten, so dass Kohler die Gesamtführung übernehmen konnte. "Dieser Erfolg heute ist ganz sicher einer der größten in meiner bisherigen Karriere", freute sich der 26-Jährige aus Vilters, der im vergangenen Jahr beim Giro d’Italia zwei Tage lang ins Bergtrikot trug, im Juni Schweizer Zeitfahrmeister wurde und im Straßenrennen die Bronzemedaille gewann.