Tour Down Under

Greipel siegt auch mit geschwächtem Team


Knapper Sieg für André Greipel (Lotto-Belisol,re.) auf der 3. Etappe der Tour Down Under | Foto: ROTH

19.01.2012  |  (rsn) – An André Greipel (Lotto-Belisol) kommt in den Sprintankünften der Tour Down Under keiner vorbei. Der 29 Jahre alte Hürther entschied auch die 3. Etappe über 134,5 Kilometer von Unley nach Victor Harbour für sich, nachdem er bereits nicht zur Gesamtwertung zählende Kriterium in Adelaide und die 1. Etappe gewonnen hatte.

Der zweimalige Gesamtsieger der Tour Down Under eroberte sich auch vom Schweizer Martin Kohler (BMC) die Führung in der Gesamtwertung zurück. Er hat nun acht Sekunden Vorsprung auf Kohler und zwölf auf den Australier Michael Matthews (Rabobank).

Am Donnerstag verwies Greipel den Weißrussen Yauheni Hutarovich (FDJ-BigMat) und den Norweger Edvald Boasson Hagen (Sky) auf die Plätze. Dahinter folgten die beiden Australier Mark Renshaw (Rabobank) und Robbie McEwen (GreenEdge) auf den Plätzen vier und fünf. Sechster wurde der Italiener Jacopo Guarnieri (Astana) vor dem Deutsch-Australier Heinrich Haussler (Garmin-Barracuda) und seinen Landsleuten Daniele Bennati (RadioShack-Nissan) und Manuel Belletti ((Ag2R). Der Australier Chris Sutton komplettierte die Top Ten. Der Pulheimer Gerald Ciolek (Omega Pharma-Quickstep) belegte Rang 15.

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„Dieser Sieg ist für Jürgen Roelandts, der uns unglücklicherweise nur aus dem Krankenhaus unterstützen kann“, kommentierte Greipel seinen bereits zehnten Etappenerfolg bei der Tour Down Under. Roelandts war im Finale der 1. Etappe gestürzt und hatte sich dabei einen Halswirbel gebrochen; seitdem tritt Lotto-Belisol nur noch mit sechs Fahrern an, von denen nach Greipels Angaben nicht alle fit sind. „Der Rest des Teams, der nicht verletzt ist, war fantastisch heute“, sagte er.

"Auf der 1. Etappe war ich schon Dritter – das war ein gutes Zeichen”, kommentierte Hutarovych seine nächste Podiumsplatzierung. „Vom Start weg hatte ich gute Beine, also habe ich was probiert. Zweiter zu werden ist ein gutes Ergebnis.“ Auch der drittplatzierte Boasson Hagen war mit seinem Abschneiden zufrieden. „Das Team hat prima gearbeitet und wir müssen’s wieder probieren und dann werden wir hoffentlich jeden Tag besser und es wird vielleicht für noch weiter vorne reichen“, sagte der 24-Jährige, der im Finale durch einen Plattfuß gestoppt wurde, dem Defekt aber keine entscheidende Bedeutung beimaß.

Auch am dritten Tag der Rundfahrt durch Südaustralien konnten sich früh Ausreißer absetzen. Diesmal dauerte es auch nur bis Rennkilometer sechs, als das Feld eine vierköpfige Gruppe mit dem Russen Eduard Vorganov (Katjuscha), den Belgiern Jan Bakelants (RadioShack-Nissan) und Thomas de Gendt (Vacansoleil) sowie dem Irischen Straßen- und Zeitfahrmeister Matt Brammeier (Omega Pharma-QuickStep) ziehen ließ.

Im Gegensatz zur 2. Etappe, als dem Australier Will Clarke (UniSA) ein Ausreißercoup gelang, gaben die Sprintermannschaften den Ausreißern diesmal aber nicht mehr als rund 5:30 Minuten an Vorsprung und sorgten dafür, dass die Flucht bereits 40 Kilometer vor dem Ziel wieder beendet war. Im Massensprint setzte sich Greipel knapp vor Hutarovych durch.

„Es war unsere Absicht, die Fluchtgruppe nicht zu weit wegzulassen. Die 1000-Meter-Marke war heute die entscheidende Stelle. Ich habe meinen Teamkollegen gesagt, dass ich dort an fünfter oder sechster Stelle platziert sein müsste. Sie haben mich perfekt abgeliefert und ich konnte dann vollenden“, erklärte der Tagessieger, für den die Gesamtwertung keine große Rolle spielt. Greipel: „Ich bin glücklich, wieder in Führung zu liegen, aber die Zeitgutschriften sind für mich nicht so wichtig.“

An die Spitze der Bergwertung setzte sich De Gendt, der die einzige Bergwertung des Tages (2. Kat.) gewann, Greipel führt nun auch die Punktewertung an und Matthews verteidigte seine Führung in der Nachwuchswertung. Dank des Etappensiegs von Will Clarke bleibt die australische Nationalauswahl Uni SA führend in der Mannschaftswertung.

 

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