Gazzetta dello Sport spekuliert über Details

Katusha: Keine WorldTour-Lizenz aus ethischen Gründen?


| Foto: ROTH

19.12.2012  | 

(rsn) – Das Team Katusha, dem die WorldTour-Lizenz verweigert wurde, erhielt gestern Post vom Radsportweltverband UCI. Wie Biciciclismo berichtet, nennt die UCI „ethische Gründe“ als ausschlaggebend für die Zurückweisung. Die italienische Gazzetta dello Spüort spekulierte über Details.

Angeblich zählt die Lizensierungskommission mehrere "ethische Vergehen" während der letzten Jahre auf. Dazu zählen die positiven EPO-Fälle Toni Colom, Christian Pfannberger (beide 2009) und Denis Galimzyanov (2012) sowie der positive Test von Alexander Kolobnew bei der Tour de France 2011 (der Russe wurde später vom Internationalen Sportgerichtshof CAS freigesprochen).

Dazu kam nach Auffassung der UCI, dass Kolobnev beschuldigt wird, den Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich für 150.000 Euro an Alexander Winokurow verkauft zu haben; die Verwicklung von Denis Mentschow, Mikhail Ignatiev, Vladimir Gusev und Kolobnev in die Ermittlungen gegen den italienischen Sportmediziner Michele Ferrari sowie die Wahl des langjährigenArmstrong-Helfers Wjatscheslaw Ekimov zum neuen Teamchef. Der Russe ersetzte im Oktober Hans-Michael Holczer.

Katusha hat bereits reagiert und ein Kommuniqué veröffentlicht, in dem es erklärt, dass alle Argumente in der Anhörung vom 22.November 2012 berücksichtigt wurden. Zudem hätten alle Informationen komplett vorgelegen und den Vorgaben der Lizensierungskommission entsprochen.

Das Team bekräftigte seine Absicht, weiter für die Lizenz zu kämpfen und schließt darin auch den Einspruch vor dem Sportgerichtshof ein, der dem CAS bereits vorliege, so Biciciclismo.

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