Siege bei kleinen Rundfahrten sind das Ziel

Porte wird bei BMC den „australischen Touch" verstärken

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Richie Porte (li.) freut sich mit seinem Kapitän Chris Froome über dessen zweiten Tour-Gesamtsieg. | Foto: Cor Vos

03.08.2015  |  (rsn) - Richie Porte wird ab dem kommenden Jahr im BMC-Trikot Rennen bestreiten - seine Rolle im Team wird sich im Vergleich zu seiner Zeit bei Sky, die nach vier Jahren am Saisonende vorbei sein wird, aber wohl nicht entscheidend ändern.

Der 30 Jahre alte Australier wird auch bei dem US-Rennstall vornehmlich in den kleineren Rundfahrten auf eigene Rechnung fahren können, wogegen er etwa bei der Tour de France als Edelhelfer von Tejay van Garderen eingeplant sein dürfte.

BMC-Präsident Jim Ochowicz sagte zur Verpflichtung des Rundfahrtspezialisten, sie brächte „zusätzliche Muskeln und Erfahrung in unsere Mannschaft.“ Tatsächlich wird der US-Rennstall durch Porte seine Palette an Optionen in den Mehretappenrennen verbreitern.

Schließlich gewann der Tasmanier in diesem Jahr gleich drei davon, nämlich Paris-Nizza, die Katalonien-Rundfahrt und den Giro del Trentino. Dagegen konnte er beim Giro d’Italia, den er als Sky-Kapitän bestritt, nicht die Erwartungen erfüllen und musste das Rennen aufgrund einer Erkrankung vorzeitig beenden. Bei der Tour schlüpfte der Australische Zeitfahrmeister dann wieder in die Rolle des Helfers und unterstützte Chris Froome auf dessen Weg zum zweiten Gesamtsieg.

Porte wäre nach eigenen Angaben schon vor vier Jahren, als er die damalige Saxo Bank-Mannschaft verließ, „beinahe zum BMC-Team gestoßen“, entschied sich dann aber doch für die Konkurrenz von Sky und entwickelte sich dort zu einem der weltbesten Spezialisten für einwöchige Rundfahrten. Dort will er auch für BMC Siege einfahren.

„Ich möchte Rennen wie Paris-Nizza und die Katalonien-Rundfahrt Rundfahrt erneut gewinnen“, sagte er und deutete bereits an, an der Seite von van Garderen die Tour 2016 zu bestreiten: „Wir kommen gut miteinander aus", so Porte, der sich freut, „zu einem Team zu kommen, bei dem ich selbst viele Möglichkeiten bekomme, Rennen zu gewinnen.“

Der prominente Neuzugang wird nach Rohan Dennis und Campbell Flakemore – der wie Porte selber aus Tasmanien stammt – der dritte Australier in dem Team sein, das durch den Anfang 2015 zurückgetretenen Cadel Evans im Jahr 2011 den Tour-Gesamtsieg verbuchen konnte. „Natürlich ist Cadel nicht mehr aktiv dabei. Aber als er gefahren ist, fühlte es sich an, als wäre das ein australisches Team. Auf den Rennen waren so viele Australier mit BMC-Kappen“, sagte Porte, der seinem künftigen Rennstall „immer noch einen gewissen australischen Touch“ attestierte – den er selber ab 2016 verstärken wird.

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