Studie der University of Minnesota

Frühstück: Weglassen kann sich auf spätere Leistung auswirken

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22.02.2021  |  (rsn) - Lassen Sie auch gern mal das Frühstück weg? Keine Zeit, oder auch keinen Hunger? Zumindest wenn Sie später noch trainieren oder gar einen Wettkampf bestreiten wollen, ist das wohl keine so gute Idee...

Wissenschaftler der University of Minnesota in Minneapolis haben
herausgefunden: Wenn Sie die Morgenmahlzeit auslassen, kann das Ihre Trainingsleistung später am Tag beeinträchtigen - selbst wenn Sie ein größeres Mittagessen zu sich nehmen. Das ergab eine Studie mit hochtrainierten Radfahrern, die kürzlich im European Journal of Sport Science veröffentlicht wurde.

Die Teilnehmer verbrannten zudem weniger Fett und mehr Kohlenhydrate an den Tagen, an denen sie morgens fasteten, im Vergleich zu den Tagen, an denen sie frühstückten. Und das Training fühlte sich für sie subjektiv härter an, wenn sie gefastet hatten. Intermittierendes Fasten, oder auch zeitlich begrenztes Essen kann bei der Gewichtsabnahme helfen - aber wenn Sie an diesem Tag Leistung bringen müssen, sollten Sie Ihre Morgenmahlzeit essen.

Die Forschung zeigt, dass Intervall-Fasten,
bei dem Sie nur in einem begrenzten "Fenster" essen (mehr dazu in diesem rsn-Artikel) - helfen kann, Gewicht zu verlieren, Entzündungen zu senken und das Risiko für Krankheiten wie Diabetes zu reduzieren. Aber wenn es um Leistung beim Radfahren geht, ist eine morgendliche Mahlzeit der bessere Weg, so die Forscher der University of Minnesota.

Die Studie wurde mit zwei Gruppen hochtrainierter Radfahrer vorgenommen: Sie ließen entweder das Frühstück aus, oder frühstückten wie gewohnt, bevor sie am späten Nachmittag ein 20 km langes Zeitfahren absolvierten. An den Tagen, an denen sie nicht fasteten, nahmen die Radfahrer etwa 580 Kalorien zwischen 8 und 9 Uhr morgens und etwa 875 Kalorien mittags zu sich.

An den Fastentagen ließen die Radsportler
das Frühstück aus und aßen ihre erste Mahlzeit mittags, mit etwa 1450 Kalorien - die gleiche Menge wie zusammen mit dem Frühstück, nur in einer Mahlzeit. An beiden Tagen aßen die Radfahrer kohlenhydratreiche Mahlzeiten, wobei etwa 81 Prozent aus Kohlenhydraten, sechs Prozent aus Fett und 13 Prozent aus Eiweiß stammten.

Das Frühstück half den Radfahrern, später am Tag eine signifikant bessere Leistung im Zeitfahren zu erbringen. An den Tagen, an denen sie morgens aßen, war die durchschnittliche Leistungsabgabe der Teilnehmer um neun Watt höher und sie kamen drei Prozent (38 Sekunden auf 20 km) schneller ins Ziel.

An den Tagen, an denen bis zum Mittag gefastet wurde,
verbrannten die Fahrer während des Zeitfahrens auch weniger Fett und mehr Kohlenhydrate - das Gegenteil dessen, was man beim Intervall-Fasten eigentlich anstrebt. Das Zeitfahren fühlte sich für etliche Fahrer vor allem während der ersten 2500 Meter härter als an den Tagen, an denen sie frühstückten.

Weitere Untersuchungen sind erforderlich, so die Forscher, um genauer herauszufinden, was hinter diesen Ergebnissen steckt. Die Wissenschaftler spekulierten, dass das Timing der Nährstoffzufuhr einen Einfluss darauf haben könnte, wie viel Muskel- und Leber-Glykogen später am Tag zur Verfügung steht. Oder es könnte sein, dass der Start in den Tag mit einer Morgenmahlzeit psychologisch besser auf einen Erfolg vorbereitet. Es bleibt die Erkenntnis: Wer trainiert, der sollte frühstücken...

 

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