Bei UAE Tour gegen die Favoriten aber chancenlos

Buchmann holte sich am Jebel Hafeet Selbstvertrauen

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Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe) bei der UAE Tour | Foto: Cor Vos

27.02.2024  |  (rsn) – Nach den erfolgreichen Auftritten zu Saisonbeginn ging Bora – hansgrohe bei der UAE Tour (2.UWT) leer aus. Neuzugang Sam Welsford, der beim Heimspiel in Australien noch drei Tagessiege feiern konnte, war in den Sprintankünften der zweiten WorldTour-Rundfahrt des Jahres gegen Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) und Olav Kooij (Visma – Lease a Bike) chancenlos. Und auch im Gesamtklassement blieb das deutsche Team hinter den Erwartungen zurück.

Ben Zwiehoff war auf Rang 17 bester Bora-Profi, Emanuel Buchmann, der im vergangenen Jahr das Rennen auf dem neunten Platz beendet hatte, blieb diesmal nur der 27. Platz. Zumindest auf der Schlussetappe zum Jebel Hafeet machte der Deutsche Meister auf sich aufmerksam, als er in der Ausreißergruppe mitmischte, die drei Kilometer vor dem Ziel jedoch wieder gestellt wurde.

“Der Plan war, mit zwei Minuten unten am Berg anzukommen. Das könnte reichen - haben wir uns gedacht. Am Ende war der Plan nicht so schlecht, wäre ja fast aufgegangen“, sagte Buchmann in einem Interview auf der Website seines Teams zur Fluchtaktion, die eine Reaktion darauf war, dass er mit den besten Klassementfahrern nicht mithalten konnte. “Also mit der Form, die ich im Moment habe, hätte ich aus der GC-Gruppe heraus keine realistische Chance gehabt. Das haben wir in Oman und auch bei der ersten Bergankunft hier bei der UAE Tour schon gesehen.“

Letztlich reichte es für den 31-Jährigen am Jebel Hafeet zu Rang zwölf. “Trotzdem muss ich sagen, dass ich durch meine Leistung und den Rennverlauf heuer viel Selbstvertrauen gewonnen habe - ich nehme das Positive mit von diesem Tag“, so Buchmann, der aber auch zugab, dass seine Form diesmal nicht so gut wie im vergangenen Jahr gewesen sei. “Das passiert leider manchmal. Aber die Saison ist ja noch lang und es gibt noch genügend Zeit zum Trainieren, um in die richtige Form zu kommen. Ich hoffe, dass es bei den nächsten Rennen besser läuft. Ich bin auf jeden Fall motiviert!“, fügte er an. 

Über ein Trainingslager zur Baskenland-Rundfahrt

Als Nächstes steht ein Trainingslager an, ehe es Anfang April nach Spanien zur Baskenland-Rundfahrt (2.UWT) geht. “Die gehört für mich fast jedes Jahr zum Programm“, so Buchmann, dessen bestes Ergebnis im Baskenland ein dritter Gesamtrang 2019 ist, im Jahr zuvor langte es bereits beim Gesamtsieg seines neuen Teamkollegen Primoz Roglic zu einem vierten Platz. Und wie vor zwei Jahren folgt als erstes Saison-Highlight der Giro d’Italia, bei dem Buchmann hinter der Bora-Doppelspitze Daniel Martinez und Lennard Kämna eine Freie Rolle einnehmen wird.

“Ich werde mich so gut wie möglich vorbereiten und dann schauen wir, was die Form macht. Dann ist alles möglich, in den Etappen und der Gesamtwertung – je nachdem, wie es läuft“, sagte Buchmann bei der Teampräsentation im Januar auf Mallorca zu seinen Zielen. Bei seinem bisher letzten Start 2022 war er mit seiner Rolle als Edelhelfer von Jai Hindley bestens klar gekommen. Im Schatten des Australiers, der Bora – hansgrohe das Rosa Trikot bescherte, war Buchmann auf den siebten Rang der Gesamtwertung gefahren.

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