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28.08.2024 | (rsn) – Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) kehrt mit der Renewi Tour (2.UWT) am Mittwoch aus einer Rennpause zurück, die nach dem Olympischen Straßenrennen von Paris am 3. August begonnen hatte. Bei der fünftägigen Rundfahrt will van der Poel anfangen, sich die nötige Rennhärte für sein letztes großes Saisonziel zu holen: die Straßen-Weltmeisterschaften am 29. September in Zürich.
"Ich hatte auf schwierigere Etappen gehofft", gab er vor dem Start der in Belgien und der Niederlande stattfindenden WorldTour-Rundfahrt gegenüber Het Nieuwsblad zu. "Aber wir müssen damit auskommen. Nur der Sonntag sieht wirklich hart aus. Dort werde ich mich testen können."
Auf der Schlussetappe der Renewi Tour geht es am Sonntag von Menen über insgesamt 17 flämische Hellinge zum Ziel in Geraardsbergen. Dabei muss das Doppel aus Muur van Geraardsbergen und Bosberg mehrmals bezwungen werden und van der Poel hat sich diesen Tag rot angestrichen. "Da werde ich den Etappensieg anstreben", sagte er.
Vor vier Jahren hatte van der Poel das damals noch als BinckBank Tour firmierende Rennen gewonnen. Auch damals siegte er auf der Schlussetappe in Geraardsbergen, nachdem er 24 Stunden zuvor starker Fünfter im acht Kilometer langen Einzelzeitfahren von Riemst geworden war. Ähnliches ist ihm sicher auch diesmal wieder zuzutrauen, auch wenn das Zeitfahren von Tessenderlo auf der 2. Etappe diesmal 15,4 Kilometer lang ist. Doch der Niederländer hielt sich mit Ankündigungen in Richtung Gesamtwertung zurück:
"Ich schenke dem (Zeitfahren, Anm. d. Red.) nicht genug Aufmerksamkeit, aber vielleicht halte ich den Unterschied klein genug", so van der Poel gegenüber Sporza. "Sonntag ist schwer und dann wird die Entscheidung fallen. An diesem Tag kann man einiges herausholen, aber nicht Minuten. Wobei ich die im Zeitfahren normalerweise auch nicht verliere."
Auf den Etappen 1, 3 und 4 wird van der Poel aber vor allem eine andere Rolle ausfüllen: Dort dürfte er sich in den Sprintzug von Jasper Philipsen einklinken, um dem zum einen oder anderen Tagessieg zu verhelfen. Insgesamt will van der Poel bei der Renewi Tour aber eben vor allem die Beine testen und harte Kilometer sammeln. Vielleicht macht er sich das Leben daher auch auf einer der drei flacheren Etappen schon bewusst schwer und geht dort in die Offensive.
Denn van der Poel weiß: Um bei den Weltmeisterschaften in Zürich sein Regenbogentrikot verteidigen zu können, muss er in absoluter Top-Form sein. Der 274 Kilometer Kurs dort ist mit über 4.000 Höhenmetern sehr schwer und die Top-Favoriten heißen eher Tadej Pogacar und Remco Evenepoel.
Auf dem Weg dorthin wird der Niederländer, der sich seit Olympia in seiner Wahlheimat Spanien aufhielt, nach der Renewi Tour am 15. September die Europameisterschaften in der belgischen Provinz Limburg bestreiten und anschließend vom 18. bis 22. September auch erstmals in seiner Karriere die Luxemburg-Rundfahrt.
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