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03.11.2026 | (rsn) - Die Strecke des Giro d'Italia 2027 steht fest. Die Fahrer erwarten insgesamt 3419 Kilometer und 50.250 Höhenmeter von Trieste nach Rom. Die Strecke wurde in Rom präsentiert.
Nicht weniger als sieben Bergankünfte stehen auf dem Programm, darunter im Rahmen eines von insgesamt zwei Einzelzeitfahren. Den größten Respekt dürfte aber die 16. Etappe gebieten: Über 5700 Höhenmeter geht es von Sondrio nach Aprica gleich zweimal über den berüchtigten Mortirolo und den Gavia-Pass.
Die 1. Etappe beginnt in Trieste und endet nach 172 Kilometern und drei klassifizierten Hügeln im Finale ebenda. Dabei wird die slowenische Grenze touchiert. Die wird auf dem Weg zum Start des zweiten Teilstücks dann überquert, denn dessen Startplatz ist der Austragungsort der vergangenen Europameisterschaften: Ljubljana. Aus der Hauptstadt geht es über 166 Kilometer nach Koper. Auch auf dem Weg zum slowenischen Küstenort müssen die Fahrer drei Bergwertungen passieren, die letzte liegt direkt vor dem Ziel, das nach der Abfahrt erfolgt.
Auf den 163 Kilometern von Cervignano del Friuli nach Possagno kehrt der Giro nach dem eintägigen Ausflug am 10. Mai vollständig zurück auf italienisches Grundgebiert. Nach einem komplett flachen Anlauf gibt es auch hier im Finale einige Hügel, von denen zwei klassifiziert sind. Auch zum Ziel geht es bergauf, Bergpunkte können dort aber nicht verdient werden. Am nächsten Tag dürfen die Bergtrikotjäger einmal sprinten, trotzdem ist das vierte Teilstück, das in Argenta gestartet wird und in Misano Adriatico - im vom Moto GP bekannten Autodromo Marco Simoncelli - endet, die erste richtige Flachetappe des Rennens.
Am fünften Tag steht die erste Bergankunft auf dem Programm. Die führt über 139 Kilometer von Filottrano nach Sarnano-Sassotetto, wo der Zielstrich auf rund 1450 Metern Höhe gezogen wird. Davor lauern im Profil einige Zacken, von denen nur drei klassifiziert sind. Die 6. Etappe führt weiter in den Süden. Nach dem Start in Alba Adriatica verläuft die Strecke zunächst flach, bis zur Mitte des Parcours zwei kleine Bergwertungen warten. Es folgen zwei längere, unklassifizierte Steigungen, von denen die letzte im Ziel in Lanciano endet.
Das Streckenprofil der 5. Etappe des Giro d'Italia 2027 | Foto: Veranstalter
Gegen die Uhr wird am 14. Mai zum ersten Mal gekämpft. Zwischen Sulmona und dem Campo di Giove stehen 19,6 Kilometer an – und die führen fast vollständig bergauf. Nach der kürzesten Etappe geht es erstmals über 200 Kilometer Länge. Vom Startort Trasacco geht es über 219 Kilometer bis nach Neapel. Die Strecke verläuft dabei größtenteils flach, in der Hauptstadt der Region Kampanien jedoch wartet ein Zielhügel, der den Sprintern das Leben schwer machen könnte.
Die Männer mit den schnellen Beinen werden tags drauf auch wenig zu lachen haben, denn auf den 180 Kilometern von Itri nach Subiaco-Monte Livata stehen nicht nur unterwegs zwei Bergwertungen, sondern auch die zweite Bergankunft auf dem Programm. Der Zielstrich wird auf 1352 Metern Höhe gezogen. Von den Strapazen der ersten neun Tagesabschnitte können sich die Fahrer am 17. Mai, dem ersten Ruhetag der Rundfahrt, erholen.
Weiter geht es in Palombara Sabina mit dem Start der 10. Etappe. Die führt über 218 Kilometer meist leicht bergauf. Die einzigen zwei Bergwertungen liegen allerdings kurz vor dem Ziel, das nach einer längeren Abfahrt in Norcia liegt. Auch am nächsten Tag wird die 200-Kilometer-Marke passiert. Das längste Teilstück des Giro steht auf dem Programm. Das wird in Gualdo Tadino gestartet und endet nach 220 Kilometern in Scarperia auf dem Autodromo del Mugello, der Teststrecke von Ferrari. Dabei muss eine Bergwertung passiert werden, die den Sprintern aber kaum Angst einflößen wird.
Schwerer wird es tags drauf nach dem Start in Montecatini Terme. Von dort aus müssen zwei Berge überquert werden, wobei der letzte nach insgesamt 173 Kilometern im Zielort Zeri kulminiert. Für den 21. Mai ist die zweite Flachetappe ausgeschrieben. Die 176 Kilometer zwischen Borgo Val di Taro und Reggio Emilia halten keine topographischen Schwierigkeiten bereit.
Das Streckenprofil der 14. Etappe des Giro d'Italia 2027 | Foto: Veranstalter
Die vierte Bergankunft der Rundfahrt folgt auf der 14. Etappe, die in Cantù Arena beginnt. Sie führt über die aus Il Lombardia (1.UWT) bekannte Madonna di Ghisallo und drei weitere Bergwertungen, bevor es zum Zielanstieg nach Piani di Bobbio / Valtorta auf 1682 Meter Höhe geht. Tags drauf folgt das zweite Zeitfahren – und die dritte Autorennstrecke. Auf einer der bekanntesten Strecken des Formel-1-Zirkus werden die Fahrer von der Rampe auf die 37,3 topfebenen Kilometer bis nach Mailand geschickt.
Am 24. Mai steht der zweite und letzte Ruhetag auf dem Programm, bevor die Fahrer auf der 192 Kilometer langen 16. Etappe auf den schwersten Parcours des Giro d’Italia treffen. Am Start in Sondrio werden einige von ihnen mit Angst auf das Profil blicken, das den Mortirolo, den Gavia und noch einmal den Mortirolo anzeigt, bevor es zum Ziel hinauf nach Aprica geht. Dort werden die Profis 5.700 Höhenmeter absolviert haben. Deutlich leichter sollte das 17. Teilstück werden.Auf den 194 Kilometern zwischen Chiari und Vo' verläuft die Strecke im Voralpenland meist flach. Das ändert sich allerdings, wenn der Zielort in Sicht kommt, kurz vor dessen Pforten warten nämlich noch zwei kleinere Bergwertungen, die die Sprinter und ihre Teams vor eine knifflige Aufgabe stellen.
Das Streckenprofil der 16. Etappe des Giro d'Italia 2027 | Foto: Veranstalter
Eine Aufgabe der anderen Art bekommen sie tags drauf, denn im Weltcup-Skiort Madonna di Campiglio steht die sechste Bergankunft an. Gestartet wird das Rennen in Rovereto und schon bevor es zum Schlussanstieg geht, muss das Peloton vier Bergwertungen, wobei der Passo Duron zweimal passiert wird, überqueren. Einen Hotelwechsel wird es an diesem Tag nicht geben, denn auch das 19. Teilstück beginnt in Roverone. Der 199 Kilometer lange Weg nach Sacile ist allerdings deutlich leichter als der des Vortages, obwohl im ersten Teil der Strecke zwei Berge lauern, könnten sie Sprinter hier eine Chance haben.
Bei der siebten Bergankunft am Monte Zoncolan sind dann wieder die Bergspezialisten gefragt. Gestartet wird in Pordenone, von wo der insgesamt 180 Kilometer lange Kurs größtenteils flach verläuft. Dann aber folgen kurz nacheinander in einem Finale Furioso der Passo Duron - der zum insgesamt dritten Mal überfahren wird -, der Sella Valcalda und letztendlich der Monte Zoncolan. Dort wird der Gesamtsieger feststehen, denn der Schlussabschnitt über 131 brettflache Kilometer in Rom ist aller Voraussicht nach eine Beute der Sprinter
Das Streckenprofil der 20. Etappe des Giro d'Italia 2027 | Foto: Veranstalter
1. Etappe, 8.5.: Trieste – Trieste (172 km)
2. Etappe, 9.5.: Ljubljana – Koper (166 km)
3. Etappe, 10.5.: Cervignano del Friuli – Possagno (163 km)
4. Etappe, 11.5.: Argenta – Misano (151 km)
5. Etappe, 12.5.: Filottrano – Sarnano Sassotetto (139 km)
6. Etappe, 13.5.: Alba – Lanciano (148 km)
7. Etappe, 14.5.: Sulmona – Campo di Giove (19,6 km / EZF)
8. Etappe, 15.5.: Trasacco - Neapel (219 km)
9. Etappe, 16.5.: Itri - Subiaco / Monte Livata (180 km)
1. Ruhetag, 17. Mai
10. Etappe, 18.5.: Palombara Sabina – Norcia (218 km)
11. Etappe, 19.5.: Gualdo Tadino – Scarperia / Mugello (220 km)
12. Etappe, 20.5.: Montecatini Terme – Zeri (173 km)
13. Etappe, 21.5.: Borgo Val di Taro – Reggio Emilia (176 km)
14. Etappe, 22.5.: Cantù Arena – Piani di Bobbio / Valtorta (187 km)
15. Etappe, 23.5.: Monza – Mailand (37,3 km / EZF)
2. Ruhetag, 24. Mai
16. Etappe, 25.5.: Sondrio – Aprica (192 km)
17. Etappe, 26.5.: Chiari – Vo' (194 km)
18. Etappe, 27.5.: Rovereto – Madonna di Campiglio (154 km)
19. Etappe, 28.5.: Rovereto – Sacile (199 km)
20. Etappe, 29.5.: Pordenone – Monte Zoncolan (180 km)
21. Etappe, 30.5.: Rom – Rom (131 km)
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