Freiburger träumt groß von Flandern und Roubaix

Sütterlin verpasst Podiumscoup bei der Eneco-Tour

Von Daniel Brickwedde

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Jasha Sütterlin (Movistar) auf der Schlussetappe der 12. Eneco Tour | Foto: Cor Vos

25.09.2016  |  (rsn) - Großes schien möglich für Jasha Sütterlin (Movistar) auf der letzten Etappe der Eneco-Tour. Der Freiburger hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt der Rundfahrt durch die Niederlande und Belgien mehr als nur achtbar geschlagen, einen hervorragenden dritten Platz im Zeitfahren nach Breda errungen und Platz 13 in der Gesamtwertung belegt. Ein höchst respektabler Auftritt soweit – den er beinahe sogar mit dem ganz großen Podiumscoup in der Gesamtwertung gekrönt hätte.

Die letzte Etappe bot Kopfsteinpflaster, 14 Hellingen, eine Ankunft an der berüchtigten Muur van Geraardsbergen und dazu das passende Regenwetter. Ein schweres Profil – und schwere Bedingungen. Sütterlin trotzte jedoch den Gegebenheiten, schaffte im unübersichtlichen Finale den Sprung in die richtige Gruppe und durfte bis sieben Kilometer vor dem Ziel von seinem bislang größten Karriereergebnis träumen – inklusive der Chance auf den Etappensieg.

"Die heutige Etappe war wie die Flandern-Rundfahrt oder Paris-Roubaix. Für mich war es sehr wichtig, vorne mitzufahren, besonders im Bezug auf die Zukunft", berichtete Sütterlin nach der Etappe von seinem Faible für ein solches Terrain. "Ich hoffe, ich komme nächstes Jahr wieder, um ein wirklich gutes Ergebnis in Angriff zu nehmen. Heute war ich in einer guten Position und kam sehr nahe heran", so der Movistar-Profi weiter.

Nach einem größeren Sturz 50 Kilometer vor dem Ziel, in dem auch Spitzenreiter Rohan Dennis (BMC) verwickelt war, erwischte Sütterlin die entscheidende Gruppe und befand sich im Finale plötzlich in Begleitung von Niki Terpstra und Bob Jungels (Etixx-Quick-Step), Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) und Oliver Naesen (IAM) im Kampf um den Tagessieg.

Mehr noch: Durch das Auseinanderfallen des Feldes und den größeren Zeitabständen lag der 23-Jährige plötzlich virtuell auf Platz zwei im Klassement. Doch sieben Kilometer vor dem Ziel an der vorletzten Helling zum Denderoordberg war er mit den Kräften am Ende.

"Ich versuchte noch in die Top Ten zu kommen, aber auf diesen letzten Kilometern war ich kaputt", sagte Sütterlin. Der Freiburger wurde noch von einer Verfolgergruppe um Peter Sagan (Tinkoff) und Greg Van Avermaet (BMC) eingeholt und beendete die Etappe schließlich auf Platz 18 (+1:01). In der Gesamtwertung reichte es immerhin noch zu Rang elf, womit Sütterlin bester deutscher Fahrer war. 

Die ganz große Sensation blieb somit aus – wichtige Erkenntnisse konnte der Allrounder dennoch mitnehmen: "Ich werde in Zukunft hart an meiner Ausdauer für solche Rennen arbeiten müssen. Vielleicht komme ich eines Tages so in die Nähe des Podiums bei Flandern oder Roubaix. Das ist einer meines Hauptziele und meine heutige Leistung gibt mir die Zuversicht, dass das in den kommenden Jahren möglich ist."

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