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10.06.2017 | (rsn) – Mit einer beeindruckenden Fahrt hat sich Rohan Dennis (BMC) den Sieg beim Prolog der 81. Tour de Suisse gesichert. 6:24 Minuten benötigte der australische Zeitfahrmeister für den 6,1 Kilometer langen Kurs in Cham. Als Zweiter mit acht Sekunden Rückstand sorgte der Schweizer Stefan Küng für einen Doppelerfolg der BMC-Mannschaft. Dritter wurde der Österreicher Matthias Brändle (Trek-Segafredo), der eine Sekunde langsamer als Küng war.
Mit seinem Sieg übernahm Dennis, der den Giro nach einem Sturz früh aufgeben musste, auch die Führung in der Gesamtwertung der neuntätigen Rundfahrt. "Die letzte Zeit nach meinem Aus beim Giro lief es im Training nicht wirklich gut. Aber heute war mein Tag, dazu der Doppelerfolg durch meinen Teamkollegen Stefan Küng auf Platz zwei. Natürlich wäre es für ihn schön gewesen, in der Heimat zu gewinnen. Aber er hat noch mehr Zeit, er ist jünger als ich," sagte der 27-jährige Australier und lachte entspannt in die Kamera.
Dennis war mit großen Ambitionen in den 100. Giro d'Italia gegangen, bei dem er erstmals auf Gesamtwertung fahren wollte. Nach einem Sturz auf der 3. Etappe musste er die Corsa Rosa jedoch schon am nächsten Tag beenden. In Cham wandelte Dennis diesen Frust in Energie um und jagte mit einem Schnitt von über 56 Km/h über den Kurs am Zugersee.
Seine Chancen in der Gesamtwertung der schweren Tour de Suisse spielte Dennis jedoch herunter. "Meine Hauptziele für die Rundfahrt waren der Prolog und das Zeitfahren um zu sehen, wo ich stehe. Damiano Caruso ist unser Kapitän. Wie lange ich das Gelbe Trikot halten kann? Ich weiß es nicht. Michael Matthews hat nur neun Sekunden Rückstand, er ist ein guter Sprinter, bei der Zielankunft morgen gibt es zehn Sekunden Bonifikation. Gewinnt er und ich komme im Feld an, dann bin ich das Trikot schon wieder los," sagte der BMC-Profi über seinen Landsmann, der nicht einmal eine Sekunde hinter dem starken Brändle auf Rang vier fuhr, knapp vor seinem zeitgleichen Teamkollegen Tom Dumoulin.
Sechster wurde Zeitfahreuropameister Jonathan Castroviejo (Movistar) vor dem Niederländer Lars Boom (LottoNL-Jumbo), dem Iren Ryan Mullen (Cannondale-Drapac), dem Niederländer Steven Lammertink (Katusha-SAlpecin) und dem Routinier Martin Elmiger (BMC), dem dritten BMC-Profi in den Top Ten.
Dennis Dominanz in Cham wird noch deutlicher, wenn man sich die Abstände genauer ansieht. Der ehemalige Stundenweltrekordler war auf der nur sechs Kilometer langen Strecke acht Sekunden schneller als Küng, wogegen die Plätze zwei bis zwölf nur durch sechs Sekunden getrennt waren.
Lange Zeit hatte Mullen das Klassement angeführt. Der Fünfte der letztjährigen Zeitfahr-WM setzte früh eine erste Richtmarke von 6:37 Minuten, die erst vom späteren Sieger Dennis unterboten wurde. Am Ende reichte es für Mullen nur zu Rang acht. Bester Profi des deutschen Bora-hansgrohe-Teams war Weltmeister Peter Sagan, der mit 16 Sekunden Rückstand auf Position 17 landete. Bester deutscher Fahrer war Subweb-Sprinter Nikias Arndt (+0:22) auf Rang 28.
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