Trek-Segafredo stellt um

Degenkolb und Mollema: Bei Saison-Highlights mit Scheibenbremsen

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Degenkolb und Mollema: Bei Saison-Highlights mit Scheibenbremsen"
Bauke Mollema präsentiert das neue Trikot von Trek-Segafredo und sein Trek Emonda Disc. | Foto: Cor Vos

02.01.2018  |  (rsn) - Das Team Trek-Segafredo wird in der kommenden Saison vermehrt auf Scheibenbremsen setzen. Das erklärte Matt Shriver, der Technische Direktor des Teams und Angestellter bei Trek, gegenüber cyclingnews.com. "Jeder, der 2017 ein Emonda mit Felgenbremsen fuhr, wird 2018 in jedem Rennen mit Scheibenbremsen fahren. Das bedeutet: alle Kletterer", so Shriver mit Blick auf Tour-de-France-Kapitän Bauke Mollema. Außerdem werde auch bei Paris-Roubaix das gesamte Team um John Degenkolb und Jasper Stuyven mit Scheibenbremsen unterwegs sein.

"Die Klassiker sind so chaotisch, dass es ein Problem wäre, Fahrer mit unterschiedlichen Bremssystemen in einem Rennen zu haben", erklärte der in Belgien lebende US-Amerikaner, der auch zugab, dass man an einigen Dingen noch arbeiten müsse: "Der Wechsel des Vorderrades (bei einem Plattfuß, Anm. d. Red.) ist bereits schneller als bei einer Felgenbremse. Aber beim Hinterrad ist es etwas langsamer. Wir arbeiten daran, damit es kein Nachteil ist, ein Rad mit Scheibenbremse zu fahren."

Shriver erklärte außerdem, dass man sich bei Trek Anfang 2017 noch nicht bereit gefühlt habe, die Scheibenbremsen in großem Ausmaß einzusetzen, das jetzt aber tue. "Wir und unser Partner Shimano haben jetzt Produkte, die bereit sind. Ein 58cm Emonda Disc wiegt 6,8kg, so dass das Gewicht kein Problem mehr ist", so der 37-Jährige.

Selbst mit Scheibenbremse kommt man bei Trek für die Kletterer nun also ans Minimalgewicht der UCI-Regularien heran. "Wir werden es den Fahrern niemals aufzwingen. Sie haben die Möglichkeit bekommen, es auszuprobieren und die Vorteile zu sehen. Jetzt sind wir an dem Punkt, wo sie sagen: 'Ja, das ist großartig.'", so Shriver.

Scheibenbremsen sind laut UCI-Regularien auch 2018 wieder in einer sogenannten "Testphase" erlaubt und werden weiterhin gleichzeitig mit Felgenbremsen im Einsatz sein. 2019 erwarten viele das Ende dieser Testphase und eine Veränderung der Regularien, so dass in Profirennen dann nur noch ein Bremssystem zum Einsatz kommen kann - die großen Hersteller hoffen, dass das die Scheibenbremse sein wird.

Laut Shriver seien zwei der drei Kritikpunkte inzwischen abgearbeitet: Sicherheitsrisiken und Gewichtsprobleme. "Mit den jetzt abgerundeten Kanten und Rädern bei 6,8 Kilogramm, geht es nur noch darum, die Radwechsel so schnell oder sogar schneller hinzukriegen, wie bei Felgenbremsen", meinte er.

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