Pole fällt in San Juan auf Gesamtrang fünf zurück

Majka bei Najars Soloritt zum Alto de Colorado chancenlos

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Rafal Majka (Bora-hansgrohe) | Foto: Cor Vos

27.01.2018  |  (rsn) - Nach der Königsetappe der Vuelta a San Juan kann sich Rafal Majka alle Hoffnungen auf den Gesamtsieg der sechstägigen Rundfahrt durch Argentinien abschminken. Beim Sensationssieg des wie entfesselt auftretenden Gonzalo Najar kam der Kapitän des deutschen Bora-hansgrohe-Teams mit 3:07 Minuten Rückstand auf den Argentischen Meister, der nach einem denkwürdigen Bergauf-Soloritt über rund 20 Kilometer den größten Erfolg seiner Karriere feierte, als Zwölfter ins Ziel. Najars Team SEP of San Juan hatte am sich über insgesamt 40 Kilometer hinziehenden Schlussanstieg zum 2.665 Meter hohen Alto de Colorado immer wieder attackiert und so das Feld auseinandergerissen.

Und als der 24-Jährige frühzeitig davonzog, konnte keiner der Konkurrenten folgen, nicht einmal die ausgewiesenen Kletterspezialisten Oscar Sevilla (Medellin) und Rodolfo Torres (Androni), die mit rund zwei Minuten Rückstand nur noch um die Plätze zwei, den sich Sevilla sicherte, und drei kämpfen konnten.

Majka, der auch dem Tempo des Spaniers und des Kolumbianerssowie weiterer Konkurrenten nicht folgen konnte, fiel vom zweiten auf den fünften Platz der Gesamtwertung zurück, in der er nun 2:11 Minuten Rückstand gegenüber Najar aufweist, der wiederum erster Kandidat auf den Gesamtsieg beim Heimspiel ist. "Das war eine echte Königsetappe heute. Der letzte Anstieg war brutal“, sagte Bora-hansgrohe-Sportdirektor Enrico Poitschke im Ziel und machte keinen Hehl daraus, dass er seinem Kapitän mehr zugetraut hatte. "Wir hatten gehofft, dass Rafa heute um den Sieg mitkämpfen kann. Darum haben wir auch wieder im Feld gearbeitet. Am Ende hatte er heute leider nicht die Beine.“

Angesichts von Majkas Saisonplanungen - der Pole hat wieder die Tour de France zu seinem großen Ziel auserkoren - erkannte Poitschke allerdings die Schwere der Aufgabe an. "So früh in der Saison ist es aber auch sehr schwer, an so einem langen Berg wie dem Alto de Colorado seine Leistung abrufen zu können. Es war wichtig, dass er bis zuletzt gekämpft hat und in der ersten größeren Verfolgergruppe ankam“, bemühte Poitschke sich um ein positives Fazit der 169,5 Kilometer langen Etappe, die in dem Dorf San Martin gestartet wurde und zum Finale in die Ausläufer der Anden führte.

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