Vorjahresvierter fährt bei Ronde van Drenthe auf Sieg

Blythe: “Wir wollen nicht diejenigen sein, die nachjagen müssen“

Von Christoph Adamietz

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Adam Blythe (Aqua Blue Sport) | Foto: Cor Vos

10.03.2018  |  (rsn) - Parallel zu den Fernfahrten Paris - Nizza und Tirreno - Adriatico findet am Sonntag die Ronde van Drenthe (1.HC)  statt. Unter der starken Konkurrenz leidet die Besetzung des niederländischen Eintagesrennens. Mitt Lotto Soudal hat nur ein WorldTour-Team gemeldet. Dies eröffnet Chancen für die zweite Reihe wie etwa den Briten Adam Blythe (Aqua Blue Sport), der im Vorjahr Rang vier belegte hatte.

Der 28-Jährige blickt  mit einem dritten und vierten Etappenrang bei der Abu Dhabi Tour auf einen ordentlichen Saisonstart zurück. "Was fehlte, war ein Sieg", erklärte Blythe gegenüber radsport-news.com.

Aufgrund der guten Platzierungen müsste er optimistisch die Ronde van Drenthe angehen. Allerdings fing Blythe sich letzte Woche eine Erkältung ein. "Deshalb weiß ich nicht, wie es laufen wird", sagte er, um jedoch anzufügen: "Ich fahre auf Sieg".

Ob er es in Hoogeveen auf einen Sprint wird ankommen lassen oder versuchen wird, mit einer späten Attacke zum Erfolg zu kommen, ließ der Aqua Blue Sport-Kapitän offen. "Beides Szenarien sind möglich, es kommt drauf an, wie hart das Rennen wird", erläuterte Blythe.

Einen Knackpunkt, an dem sich das wegen eines nicht passierbaren Streckenabschnitts um sieben auf 192 Kilometer verkürzten Rennen entscheiden könnte, hat Blythe nicht ausgemacht. "Wenn ich den wüsste, dann würde ich sicher gewinnen"; scherzte er.

Das Finale der in Emmen gestarteten Ronde van Drenthe wird nach 132 Kilometern eingeläutet, wenn die letzte von vier Überquerungen des VAM-Bergs ansteht. Danach folgen allerdings noch drei Passagen über eine Art Kopfsteinpflaster, die sogenannten Keienstroken. Der Abschnitt Echentsedijk 20 Kilometer vor dem Ziel stellt dabei die letzte Schwierigkeit dar.

Spätestens hier wird sich entscheiden, ob eine Ausreißergruppe etwa mit Titelverteidiger Jan-Willem van Schip (Roompot), Frederik Frison (Lotto Soudal), Xandro Meurisse (Wanty-Groupe Gobert) oder Bert-Jan Lindeman (LottoNL-Jumbo/Nationalteam) zum Erfolg kommt oder ob die Sprinter um Moreno Hofland (Lotto Soudal), Coen Vermeltfoort (Roompot) oder Kenny Dehaes (WB Aqua Protect Veranclassic) die Oberhand behalten.

Blythe, der für beide Szenarien gut gerüstet scheint, geht davon aus, dass das Rennen aufgrund der zahlreichen Zweitdivisionäre nur schwer zu kontrollieren sein wird. "Wir wollen aber sicher geben, dass wir nicht die Mannschaft sein werden, die nachjagen muss", kündigte Blythe eine offensive Fahrweise seines Teams an, dasmit Shane Archbold, Andrew Fenn, Casper Pedersen und Lasse Norman Hansen noch weitere Trümpfe in der Hinterhand hält.

 

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