Dwars door Vlaanderen bei Regen, Wind und Kälte

Haussler: “Es wird ein sauschweres Rennen“

Von Christoph Adamietz

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Heinrich Haussler (Bahrain-Merida) | Foto: Cor Vos

26.03.2018  |  (rsn) – Nach einer verkorksten Saison 2017, in der er wegen Knieproblemen nur auf zwölf Renntage kam, und einem Schlüsselbeinbruch zu Beginn dieses Jahres, kommt Heinrich Haussler (Bahrain-Merida) immer besser in Schwung. Bei Mailand-Sanremo, E3 Harelbeke und Gent-Wevelgem, sprang für den Australier zwar kein Top-Ergebnis heraus, doch für die Mannschaft leistete Haussler jeweils wichtige Helferdienste.

"Ich fühle mich sehr gut auf dem Rad. Nur die Ergebnisse sind nicht so, wie ich sie gerne für mich hätte. Wegen des letzten Jahres fehlt noch etwas die Härte. Aber die Beine und Wattwerte sind gut“, erklärte der Freiburger am Montag gegenüber radsport-news.com.

Am Mittwoch bei Dwars door Vlaanderen wird Haussler in Abwesenheit von Klassikerkapitän Sonny Colbrelli erstmals in dieser Saison bei einem WorldTour-Rennen freie Fahrt bekommen, und diese Chance will der 34-Jährige nutzen. "Ich werde alles geben und hoffe, ein Ergebnis einzufahren“, kündigte Haussler an.

Dwars door Vlaanderen ist zwar mit 180 Kilometern einer der kürzesten Kopfsteinpflasterklassiker, dennoch rechnet Haussler mit einem "sauschweren Rennen", zumal für übermorgen Regen, Wind und Kälte gemeldet sind.

"Man braucht dann auf dem rutschigen Kopfsteinpflaster schon auch Glück, es kann sehr gefährlich werden. Es kann zwar alles passieren, aber es wird auf gar keinen Fall zum Sprint kommen. Wenn viel Wind herrscht, dann können Quick-Step, BMC und andere starke Teams auf die Kante gehen. So kann das Rennen schnell auseinandergehen und für einen auch vorbei sein. Vielleicht fahren auch nur 30, 40 Mann das Rennen zu Ende", sagte Haussler und leitete daraus für sich ab: "Man muss offensiv fahren, damit man auch immer vorne ist. Und um warm zu bleiben, muss man sowieso Vollgas fahren. Allerdings muss man schon auch noch Körner für das Finale sparen.“

Das gelang dem Klassikerspezialisten am Sonntag bei Gent – Wevelgem eben nicht. Erst war er dort in einen Sturz involviert, dann kam am Kemmelberg auch noch ein Defekt dazu. "Jedes Mal wieder vorzufahren, dafür musste ich viele Körner raushauen", sagte er. Doch genau das könnte sich mittelfristig für ihn auch als Vorteil erweisen. "Nach meinem Schlüsselbeinbruch im Januar konnte ich lange kein Sprinttraining absolvieren. Der ständige Tempowechsel, aus der Kurve raus zu beschleunigen, mit Tempo in die Anstiege fahren – das ist genau das, was ich brauche.“

Auch am Mittwoch wird der Bahrain-Merida-Profi dazu genügend Gelegenheiten erhalten. Danach steht nochmals Regeneration im Fokus, damit Haussler an der Seite von Colbrelli fit zur Flandern-Rundfahrt Colbrelli antreten kann.

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