Umbruch beim LKT Team Brandenburg

Voß: “Die jungen Fahrer sollen mehr Schwung ins Team bringen“

Von Christoph Adamietz

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Das LKT Team Brandenburg beim Sparkassen Münsterland Giro | Foto: ROTH

16.11.2018  |  (rsn) – Nach den Verpflichtungen der beiden Ex-Weltmeister Leo Appelt und Jonas Bokeloh sowie Allrounder Jan Dieteren blickte das LKT Team Brandenburg zu Beginn des Jahres hoffnungsvoll auf die Straßensaison 2018. Doch unterm Strich blieb die von Paul Voß geleitete Equipe oftmals hinter den Erwartungen zurück.

“Es lag zum einen daran, dass wir viele Stürze zu verkraften hatten. Dann kam hinzu, dass der Fokus mehr auf der Bahn lag. Und sicherlich ist auch ein Punkt, dass sich kein Vibe entwickelt hat“, erklärte Voß gegenüber radsport-news.com.

So blieben der Etappensieg von Jonas Bokeloh bei der Baltic Chain Tour (2.2) und der Erfolg von Christian Koch beim Bundesliga-Rennen in Auenstein die wichtigsten Resultate. Zufrieden zeigte sich Voß indes von der Entwicklung von Paul Taebling, der in seinem ersten U23-Jahr konstante Leistungen brachte. “Er war eine sehr positive Überraschung“, befand der Sportliche Leiter. Auch Bahnspezialist Richard Banusch wusste mit Rang drei bei der U23-DM im Zeitfahren zu gefallen.

Nun steht Brandenburg erneut vor einem Umbruch. Bokeloh (zu Hrinkow Advarics) und Dieteren (Ziel unbekannt) werden die Mannschaft nach einem Jahr wieder verlassen. Dafür stoßen drei Fahrer zum Team, die ihre erste Straßensaison im U23-Bereich in Angriff nehmen. Namentlich Franz Werner, Luca Bockelmann und Erik Vater. “Wir wollen mehr junge Rennfahrer ins Team locken, weil wir langfristig planen wollen. Dazu erhoffen wir uns, dass die jungen hungrigen Rennfahrer mehr Schwung in den Kern des Teams bringen“, so der Ex-Profi, der im sechs Fahrer umfassenden Straßenteam auch weiter auf Taebling, Koch und Paul Rudys zählen kann.

Dazu kommen beim LKT Team Brandenburg, das auch 2019 wieder eine Kontinental-Lizenz lösen wird, acht Bahnfahrer, die unter der Leitung von Heiko Salzwedel stehen. Dort zählen künftig auch die Neuzugänge Sebastian Schmiedel, Nicolas Brandt und Milan Henkelmann sowie Routinier Henning Bommel zum Kader. Die Bahnfahrer sollen auch das sechsköpfige Aufgebot auf der Straße ergänzen. “Der Hauptfokus des Teams liegt auf beiden Bereichen, da nur der Erfolg auf der Bahn nicht ausreicht, um Sponsoren zufrieden zu stellen“, erklärte Voß.

Dessen Team hatte in der zurückliegenden Saison nach den ausgebliebenen Resultaten auch die Qualifikation für die Deutschland Tour verpasst. Für 2019 sei eine Teilnahme zwar immer noch “ein Ziel“, wie Voß verriet. “Aber nicht unser Hauptaugenmerk. Wir werden unsere Planung nicht in diese Richtung auslegen“, ergänzte er.

Stattdessen wird die Rad-Bundesliga wieder mehr in den Fokus rücken. “Wir wollen dort vorne mitmischen“, kündigte Voß an. Zudem seien die DM im U23-Zeitfahren sehr wichtig. Zu hohe Erwartungen wollte der Sportliche Leiter aber nicht aufkommen lassen. “Die Mannschaft muss erstmal zusammenwachsen,“ sagte Voß abschließend.

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