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07.04.2019 | (rsn) - Als Elfter fuhr Peter Sagan (Bora - hansgrohe) am Sonntag in Oudenaarde über den Zielstrich. Als er später aus dem Teambus stieg, kam er sich aber vor, als ob er zum zweiten Mal nach 2016 die Flandern-Rundfahrt gewonnen hätte. "Schon komisch, dass all die TV-Kameras hier sind und nicht beim Sieger“, scherzte der Slowake über das große Interesse von Reportern und Fans, ehe er über die Gründe für das Ergebnis sprach.
Zwar war er nach 270 Kilometern des Radsport-Monuments mit der 16-köpfigen Favoritengruppe hinter Alberto Bettiol (EF Education First) und Kasper Asgreen (Deceuninck - Quick-Step) auf die Zielgerade gekommen, doch im Sprint der Verfolger wurde Sagan nur Neunter. "Ich bin nicht bei 100 Prozent, nicht so wie vor drei Jahren, aber jedes Jahr ist anders und ich habe das so hinzunehmen“, kommentierte er das Resultat.
Dabei hatte der dreimalige Weltmeister zuvor eine clevere Vorstellung gezeigt, den Konkurrenten den Großteil der Arbeit überlassen und sich meist im Windschatten versteckt. Andererseits konnte Sagan kaum eigene Akzente setzen und musste wie alle anderen auch passen, als Bettiol im Oude Kwaremont 18 Kilometer vor dem Ziel angriff. “Ich konnte viel Kraft sparen, am Ende war ich vorne, konnte aber die Attacke von Bettiol nicht mitgehen“, gestand er ein. “Auch im Sprint hat mir der letzte Punch heute gefehlt.“
Allerdings tröstete der 29-Jährige sich mit dem Gedanken, dass er mit den anderen Favoriten mithalten konnte. “Am Ende konnte niemand einen Unterschied machen - nur Bettiol“, sagte er und gab dann eine seiner typischen Weisheiten zum Besten. “Es war ziemlich hart. Jedes Jahr ist anders. Ich bin nicht enttäuscht - es ist nur ein Rennen. Einmal läuft es gut, einmal läuft es schlecht. Am Ende war ich dabei, ich habe beim Sprint einen kleinen Fehler gemacht, aber so ist es nun mal.“
Nun schaut Sagan, der vor Mailand-Sanremo an einem Magen-Darmvirus erkrankte und eine einwöchige Trainingspause einlegen musste, auf das nächste der fünf Monumente, das bereits am kommenden Sonntag ansteht und bei dem er als Titelverteidiger antritt: Paris-Roubaix. "Die nächsten Klassiker kommen und ich bin sehr zuversichtlich, dass ich besser werden kann, weil ich viel verloren habe, als ich krank war“, betonte er.
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