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17.06.2019 | (rsn) - Der Giro Ciclistico d’Italia legt am Dienstag eine Halbzeitpause ein. Eine der begehrtesten Nachwuchsrundfahrten der Kategorie U-23, und damit auch das am Start stehende Team Tirol KTM Cycling, hat die ersten fünf Tagesabschnitte hinter sich gebracht. Seit zwei Jahren setzt die österreichische Kontinentalmannschaft ausschließlich auf Fahrer dieser Alterskategorie. Schon im letzten Jahr sorgten sie mit Markus Wildauer für Furore. Der junge Tiroler eroberte für zwei Tage das Rosa Führungstrikot des Baby Giro, wie die Rundfahrt auch genannt wird.
Bis zur Halbzeit zeigte die Mannschaft von Teammanager Thomas Pupp stark auf. Der italienische Neuzugang Nicolas Dalla Valle holte in seiner Heimat gleich drei fünfte Plätze auf den ersten fünf Tagen und trägt seit dem Prolog das Sprinttrikot. Auf der ersten Etappe verpasste der Deutsche Georg Zimmermann den Tagessieg als Zweiter nur knapp. Zwei Tage später wurde er Dritter, hinter seinem Teamkollegen Wildauer, der Tageszweiter wurde.
"Wir sind alle mega zufrieden wie wir als Team bis jetzt gefahren sind. Ich denke man kann sogar sagen, dass wir die stärkste Mannschaft hier waren", strahlte Wildauer, im letzten Jahr Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften der Klasse U-23. Und auch auf der ersten Bergankunft, dem Monte Amiata (1.653 Meter), probierte der 21-Jährige nochmal alles, musste sich aber der starken kolumbianischen Mannschaft geschlagen geben. Vor dem anstehenden Ruhetag rangiert Wildauer als Siebter aber immer noch topplatziert in der Gesamtwertung.
"Das ist wahrlich eine Meisterprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg, die unser Team zum Auftakt des Giro d`Italia U23 abgelegt hat. War die zweite Etappe bereits eine grandiose Mannschaftsleistung mit entsprechenden Topplatzierungen, so machten die Jungs der dritten Etappe mit einem heroischen 'Ride with passion' ihre würdige Aufwartung", schwärmte Teammanager Thomas Pupp im Gespräch mit radsport-news.com. Die Fahrt mit Leidenschaft fordert er nicht nur von seinen Fahrern ein, sie ist auch das Teammotto der Mannschaft aus Tirol.
"Wir sehen unsere Teamstrategie mit diesem Auftritt voll bestätigt. Wir wollen den größten Talenten ein tolles Rennprogramm bieten und eine schöne Perspektive geben. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen", erklärte Pupp. Nach dem Ruhetag folgen die Bergetappen. Pässe wie der Maniva, Mortirolo, Cereda oder Fedaia warten noch auf den verbliebenen fünf Tagesabschnitten. Das wird für die Tiroler, die trotz ihrer Herkunft inmitten der Alpen über keine Kletterspezialisten verfügen, noch eine harte zweite Hälfte. Und außerdem musste das Team auf der heutigen 4. Etappe die Erkrankung ihres Kapitäns verarbeiten, der damit seinen zweiten Gesamtrang einbüßte und weit zurückfiel. "Georg Zimmermann hat aber die Etappe in der Karenzzeit erreicht. Wir hoffen, dass er sich am Ruhetag wieder erholt", fügte Pupp an.
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