Vermeltfoort sichert sich den Sieg

Districtenpijl: Geßner fährt “über Auge“ auf den fünften Platz

Von Christoph Adamietz

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Konrad Geßner (Lotto - Kern Haus) fuhr beim Babygiro auf der 2. ETappe in die Top Ten | Foto: Team Lotto - Krn Haus

10.07.2022  |  (rsn) - Jakob Geßner (Lotto - Kern Haus) ist beim Districtenpijl (1.2) in Belgien auf den fünften Platz gefahren. Den Sieg sicherte sich bei dem 166 Kilometer langen Rennen rund um Antwerpen der Niederländer Coen Vermeltfoort (VolkerWessels), der sich im Sprint einer 14 Fahrer starken Spitzengruppe durchsetzte.

"Ich bin happy, dass ich heute wieder ein bisschen mein Leistungsniveau zeigen konnte und nach der verkorsten U23-DM wieder Selbstbewusstsein gesammelt habe", kommentierte Geßner das Resultat gegenüber radsport-news.com.

Bei dem "typisch belgischen" (Geßner) Rennen mit vielen Kreisverkehren, Verkehrsinseln und verwinkelten Straßen dauerte es lange, bis sich die entscheidende Gruppe absetzen konnte.

20 Mann lösten sich nach etwa 35 Kilometern vom Feld. Mit dabei war neben Geßner zunächst auch dessen Teamkollege Dominik Bauer, der aber nach einem Defekt zurückfiel. So musste es der 22-Jährige als Einzelkämpfer mit der zahlenmäßig überlegenen Konkurrenz aufnehmen. Zunächst zogen an der Spitze aber alle an einem Strang. "Über eine Stunde lang sind wir nur mit 20 Sekunden Vorsprung vor dem Feld gefahren, alle hatten die Messer zwischen den Zähnen. Erst dann ging die Lücke auf", berichtete Geßner.

Als klar war, dass die Gruppe durchkommen würde, versuchten vor allem die Teams, die mit mehreren Fahrern in der Spitze vertreten waren, dies wechselseitigen Attacken auszunutzen. Um vorne dabei zu bleiben musste Geßner viel Kraft investieren, "vielleicht habe ich da rückblickend auch zu viel investiert", meinte der Fahrer von Lotto - Kern Haus, der sich dann für den Sprint ein Hinterrad suchte und versuchte "mitzuschwimmen. Ich wusste, dass ich über Auge in einem solchen Finale ganz gut vorne reinfahren kann. Das hat mit Platz fünf geklappt", bilanzierte Geßner, dessen Teamkollege Cedric Abt im Rennverlauf stürzte und aufgeben musste, aber wohl ohne Knochenbrüche davon kam.

 

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