Roojai-Team räumt bei Sharjah-Tour ab

Carstensen wird zum Spezialisten für kurze Schlussetappen

Von Christoph Adamietz

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Lucas Carstensen (Team Roojai Online Insurance) | Foto: Team Roojai Online Insurance

31.01.2023  |  (rsn) - Erfolg auf der ganzen Linie für Lucas Carstensen und Roojai Online Insurance: Während Adne van Engelen den Gesamtsieg der Tour of Sharjah (2.2) vor Teamkollege Ariya Phounsavath feierte, entschied Sprinter Carstensen die Schlussetappe für sich.

Bei seinem zweiten Saisonsieg spielten dem Hamburger auch die kurze Distanz von nur 72 Kilometern und das flache Terrain in die Karten. So mussten sich Carstensen und sein Anfahrer Tegsbayar Batsaikhan im Feld nicht an der Nachführarbeit beteiligen, sondern konnten sich auf den Sprint konzentrieren.

In diesem war der 28-Jährige dann klar der stärkste Fahrer und sicherte sich nach der Schlussetappe des New Zealand Cycle Race (2.2) nun auch bei der Rundfahrt durch die Vereinigten Arabischen Emirate den letzten Abschnitt. “Es war taktisch nicht so leicht heute. Mit den ersten beiden in der Gesamtwertung und mich für den Sprint hatten wir nur drei Fahrer zum Arbeiten. Im Notfall wäre ich aber natürlich auch gefahren. Dazu kam es zum Glück aber nicht“, berichtete Carstensen gegenüber radsport-news.com.

Erst ab der Drei-Kilometer-Marke, als die Gesamtwertung in trockenen Tüchern war, konnte sich der Norddeutsche auf den Sprint fokussieren. “Mein Anfahrer brachte mich bis 500 Meter vor das Ziel und ich dockte dann bei Grega Bole an“, so Carstensen, der schließlich 150 Meter vor dem Ziel seinen Sprint lancierte.

Seinen Sieg in den Vereinten Arabischen Emiraten stellte Carstensen auf eine Stufe mit dem in Neuseeland – den er ebenfalls auf einem sehr kurzen Teilstück einfuhr. “Aber als Team sind wir natürlich viel zufriedener mit insgesamt zwei Etappensiegen, den Plätzen eins und zwei in der Gesamtwertung sowie dem Sieg in der Teamwertung“, bilanzierte Carstensen und freute sich besonders für van Engelen. “Er hat nun endlich eine UCI-Rundfahrt gewonnen. Wir sind seit sechs Jahren Teamkollegen und gut befreundet“, so Carstensen über sein Verhältnis zum Niederländer, mit dem er Ende 2022 vom deutschen Team Bike Aid nach Thailand gewechselt war.

Carstensen hat nach dem guten Saisonstart nichts gegen weitere Siege einzuwenden. Dann müsse es aber nicht erst die Schlussetappe sein, wie er anmerkte. “Erste Etappen zu gewinnen ist als Sprinter auch schöner“, spielte Carstensen darauf an, dass in einem solchen Fall zudem noch das Führungstrikot herausspringen würde.

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