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07.04.2023 | (rsn) – Nachdem Henri Uhlig (Alpecin – Deceuninck Development) zum Auftakt bereits Zweiter geworden war, hat Moritz Kärsten (DSM Development) auf der 2. Etappe des Circuit des Ardennes (2.2) für das zweite deutsche Spitzenergebnis gesorgt. Der 20-Jährige belegte nach einem erfolgreichen Fluchtversuch beim Sieg des Dänen Mathias Bregnhoj (Leopard TOGT) nach 189 Kilometern mit 35 Sekunden Rückstand Platz vier. Zudem wurde Kärsten zum kämpferischsten Fahrer des Tages gewählt.
Dabei war eine frühe erste Attacke erfolglos geblieben. Als sich danach eine Spitzengruppe mit einem Teamkollegen formiert hatte, setzte Kärsten mit zwei weiteren Fahrern erfolgreich nach. "Ich habe mich richtig stark gefühlt und die Situation war ideal, um noch nach vorne zu fahren", erklärte er.
Die Spitze wurden zwar nach 135 Kilometern von einer Verfolgergruppe gestellt, Kärsten war dann jedoch der einzige der ursprünglichen Ausreißer, der sich festbeißen konnte, als vorne weiter aufs Tempo gedrückt wurde. "Am letzten Anstieg sah ich schon Sternchen und konnte dann das Rad der anderen nicht mehr halten. Aber nach dieser Leistung ist Rang vier immer noch ein gutes Ergebnis", meinte das DSM-Talent, das auch von Lars Wackernagel gelobt wurde. "Moritz Kärsten war heute gefühlt in jeder Gruppe. Das war sehr beeindruckend", sagte der P&S-Teamchef.
Während Hannes Wilksch (Tudor Development) mit 50 Sekunden Rückstand knapp hinter der ersten Verfolgergruppe auf Rang 34 ins Ziel kam, hatten Uhlig und die Fahrer von P&S Benotti nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. So kam Jannis Peter als bester Fahrer von P&S Benotti auf Rang 66 ins Ziel, Uhlig folgte eine Position dahinter. Beide wiesen einen Rückstand von jeweils 4:06 Minuten auf.
"Leuchte (Jakob Schmidt, d. Red.), Jarno (Grixa) und Nick (Bangert) haben probiert, in die Gruppe des Tages zu kommen, aber es hat fast eine Stunde gedauert, bis eine Gruppe ging und wir hatten einen 50er-Schnitt auf der Uhr. Alpecin hat der Gruppe aber keinen großen Vorsprung gegeben, es war immer Druck auf dem Pedal, dazu ging es wie gestern nur links, rechts, hoch, runter. Insgesamt wurde unglaublich hart gefahren, es war wirklich beeindruckend, was für eine Qualität hier in diesem Fahrerfeld herrscht", berichtete Wackernagel gegenüber radsport-news.com.
Dass in diesem schweren Rennen seine Fahrer nicht ganz vorne mitmischen konnten, konnte Wackernagel allerdings verkraften. "Wir hatten uns im Vorfeld schon auf Prügel eingestellt. Wir sind hier wirklich zum Lernen und haben auch heute viel gelernt. Und wenn wir hier gut durchkommen, dann gibt es uns noch mal richtig Tinte aufn Füller. Beeindruckt hat mich heute, dass erst nach 150 Kilometern der erste unserer Fahrer abgehängt wurde, obwohl es zuvor schon richtig zur Sache ging", war er mit dem Gesehenen zufrieden.
Das Team P&S Benotti beim Circuit des Ardennes. Foto: P&S Benotti
Am längsten im Feld halten konnte sich Peter, der U23-Meister musste erst acht Kilometer vor dem Ziel an einer bis zu 20 Prozent steilen Rampe reißen lassen. "Natürlich wünscht man sich immer mehr, aber gerade vor den jungen Fahrern muss ich sagen: Hut ab, da sie heute richtig weit gekommen sind", so Wackernagel.
In der Gruppe um Peter fuhr auch der Tscheche Michael Kukrle, der somit bester Fahrer von Felbermayr Simplon Wels war. Der österreichische Kontinental-Rennstall musste den Ausstieg des erkrankten Kapitäns Riccardo Zoidl sowie des an Magenproblemen leidenden Emanuel Zangerle verkraften. Dazu stürzte Sprinter Daniel Federspiel gestürzt und kam mit über zwölf Minuten Rückstand ins Ziel.
"Es war ein rabenschwarzer Tag für uns. Ricci Zoidl ist schon nach 10 Kilometern mit einer bakteriellen Infektion vom Rad gestiegen. Nachdem wir gestern mit ihm schon im Krankenhaus waren, haben wir heute relativ schnell gesehen, dass er nicht rennfähig ist", meinte der Sportliche Leiter Rupert Hödlmoser gegenüber radsport-news.com.
Felix Ritzinger hatte noch versucht, in die Fluchtgruppe des Tages zu kommen, "aber auch ihm hat heute etwas der Punch gefehlt", ergänzte Hödlmoser. Dazu kam noch, dass Federspiel und der Schweizer Mathias Reutimann in einen durch ein Begleitfahrzeug verursachten Sturz verwickelt waren.
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