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05.04.2025 | (rsn) – Ein paar Änderungen an der Strecke gibt es immer. Da macht auch die Flandern-Rundfahrt 2025 keine Ausnahme. Doch neben dem jährlichen Wechsel zwischen den Startorten Antwerpen und Brügge, den Veranstalter Flanders Classics zuletzt eingeführt hatte, nachdem die große Hafenstadt jahrelang alleiniger Ausgangspunkt war, sind auch für die heißere Rennphase ein paar Abweichungen zum Vorjahr eingearbeitet.
Und auch zum Jahr 2023, als Brügge erstmals wieder das Startrecht zugesprochen bekommen hatte. Vornehmlich geht es dabei darum, die sorgfältig geplante Strecke um weitere Sicherheitsrisiken zu reduzieren. Das Finale bleibt dabei aber unangetastet.
Insgesamt warten bei der 109. Ausgabe auf die Männer, die um 10 Uhr auf dem Markt von Brügge starten, laut offiziellem Roadbook 268,9 Kilometer. Dazu kommen 8,3 neutralisierte Kilometer aus der Stadt heraus, um langsam Fahrt aufzunehmen. Doch dafür bleiben auch danach noch fast drei Rennstunden, auf den sich die Fahrer mit ein paar Schlenkern nach links und rechts grob Richtung Süden schlängeln, um nach 114 Kilometern erstmals Oudenaarde und den Zielstrich auf der Minderbroedersstraat zu erreichen.
Kurz zuvor wird die erste von sieben Kasseien, also den weitgehend flachen Pflasterpassagen, genommen, womit der charakterprägende Teil der Flandern-Rundfahrt eingeläutet wird. Von dort geht es weiter nach Kluisbergen zum Oude Kwaremont, der nach 129 Kilometern auch die Hellingen-Zone einläutet.
Dazu bleibt der Kwaremont der einzige Anstieg, der dreimal gefahren wird. Insgesamt stehen 16 Hellingen im Programm. Im Vergleich zu 2024 folgt danach die erste Änderung auf der großen Schleife zwischen Ronse, Zottegem und Brakel. Denn der Eikenberg ist wie 2023 wieder im Programm, der Kapelleberg hingegen nicht mehr.
Weder beim bisher letzten Brügge-Start noch im Vorjahr war das Pflaster der Karel Martelstraat Teil des Rennens. Es ersetzt den Abschnitt von Kerkgate in der Serie von Kasseien zwischen Holleweg und Jagerij. Was ebenfalls fehlt, ist der Helling in der Marlboroughstraat, der im vergangenen Jahr zwischen Molenberg und Berendries gefahren wurde. Dafür gibt es keinen direkten Ersatz.
Das Profil der Flandern-Rundfahrt 2025 | Grafik: Flanders Classics
Für die nächsten rund 50 Kilometer bleibt alles beim Alten. Zwischen Berendries und dem Taaienberg, der 35 Kilometer vor dem Ziel wartet, ist die Strecke identisch zum Vorjahr. Aber das ist der entscheidende Teil. Denn ab der zweiten Überfahrt des Kwaremont ist in der Regel richtig Fahrt drin. Die Kombination mit dem Paterberg und dem Nieuwe Kruisberg kurz davor lockt die Favoriten gerne aus der Lauerstellung. Koppenberg und Steenbeekdries schließen sich an, zudem sind mit Mariaborrestraat und Staionsberg die letzten beiden Kasseien zu meistern.
Nachdem er Taaienberg überquert ist, geht es auf die Schlussrunde. Und die besteht erneut aus Kruisberg, Oude Kwaremont und Paterberg. Kleine Abweichung: Verglichen mit der ersten Runde, auf der die “nieuwe“ Auffahrt des Kruisberg, die komplett asphaltiert ist und 1963 sowie 1988 Ziel der Weltmeisterschaften war, genommen wird, ist nun der Oude Kruisberg, eine teilgepflasterte Seitenstraße, zu befahren.
Ist die Kombination dann gemeistert, sind es noch 13,2 Kilometer bis nach Oudenaarde. Topografische Schwierigkeiten oder komplizierte Straßenverhältnisse gibt es bis zum Zielstrich nicht mehr, in der Regel ist die Vorentscheidung hier schon gefallen.
Anstiege (Hellingen):
1. Oude Kwaremont (2200 m, 1500 davon gepflastert), 4 % im Schnitt, max. 11,6 % – KM 128,9
2. Eikenberg (1200 m, komplett gepflastert), 5,2 % im Schnitt, max. 10,0 % – KM 144,8
3. Wolvenberg (645 m), 7,9 % im Schnitt, max. 17,3 % – KM 148,0
4. Molenberg (463 m, 300 davon gepflastert), 7,0 % im Schnitt, max. 14,2 % – KM 157,9
5. Berendries (940 m), 7,0 % im Schnitt, max. 12,3 % – KM 177,4
6. Valkenberg (540 m), 8,1 % im Schnitt, max. 12,8 % – KM 182,8
7. Berg Ten Houte (1100 m, gepflastert), 6,0 % im Schnitt, max. 21,0 % – KM 195,2
8. Nieuwe Kruisberg/Hotond (2700 m), 4,0 % im Schnitt, max. 8,5 % – KM 204,7
9. Oude Kwaremont (2200 m, 1500 davon gepflastert), 4 % im Schnitt, max. 11,6 % – KM 214,6
10. Paterberg (360 m, komplett gepflastert), 12,9 % im Schnitt, max. 20,3 % – KM 218,0
11. Koppenberg (600 m, komplett gepflastert), 11,6 % im Schnitt, max. 22,0 % – KM 224,3
12. Steenbeekdries (1100 m, komplett gepflastert), 3,1 % im Schnitt, max. 7,6 % – KM 229,7
13. Taaienberg (530 m, 500 davon gepflastert), 6,6 % im Schnitt, max. 15,8 & – KM 232,1
14. Oude Kruisberg/Hotond (2700 m, davon 450 gepflastert), 4,1 % im Schnitt, max. 9,4 % – KM 242,4
15. Oude Kwaremont (2200 m, 1500 davon gepflastert), 4 % im Schnitt, max. 11,6 % – KM 252,2
16. Paterberg (360 m, komplett gepflastert), 12,9 % im Schnitt, max. 20,3 % – KM 255,7
Pflasterpassagen (Kasseien):
1. Doorn (1650 m) – KM 109,0
2. Holleweg (1100 m) – KM 148,0
3. Karel Martelstraat (1200 m) – KM 149,2
4. Jagerij (800 m ) – KM 152,0
5. Paddestraat (2300 m) – KM 162,8
6. Mariaborrestraat (400 m) – KM 228,3
7. Stationsberg (700 m) – KM 230,2
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