Noch zwei Siege bis zur “100“

Kristoff schlägt in der Heimat zu und gewinnt Graveletappe

Von Sebastian Lindner

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Alexander Kristoff bejubelt seinen 98. Profisieg. | Foto: Cor Vos

08.08.2025  |  (rsn) – Bei der Tour of Norway im Mai hatte Alexander Kristoff (Uno-X Mobility) in seiner Heimatstadt Stavanger noch den erlösenden Sieg im letzten Karrierejahr in der Heimat verpasst. Damals schlummerte noch die Hoffnung im 38 Jahre alten Norweger, im letzten Jahr auch nochmal die Tour de France zu absolvieren. Es kam anders. Doch von der Ausbootung hat sich Kristoff nun bei der nächsten Norwegen-Rundfahrt erholt gezeigt. Auf der 2. Etappe des Arctic Race (2.Pro) siegte er im Massensprint mit mehreren längeren Vorsprung vor Tom Van Asbroeck (Israel – Premier Tech) und Karsten Larsen Feldmann (Coop – Repsol).

Ein Sturz auf dem letzten Kilometer hatte einige Sprinter aufgehalten, so konnten etwa auch Corbin Strong und Riley Sheehan (beide Israel – Premier Tech), die zum Auftakt noch einen Doppelsieg feierten, nicht eingreifen. Sie wurden durch ihren Teamkollegen Van Asbroeck allerdings gut vertreten. Dem fehlte für ein besseres Ergebnis aber die gute Ausgangsposition. Uno-X hatte es nämlich extrem clever angestellt. Rasmus Tiller hatte Kristoff in die letzte Kurve 200 Meter vor dem Ziel gefahren. Der Chef zog innen vorbei, Tiller besetzte dann sofort wieder sein Hinterrad, ließ dann aber die Lücke aufgehen während Kristoff beschleunigte. Die riesige Lücke, die da schon entstanden war, konnte keiner mehr schließen.

Für Kristoff war es der 98. Profisieg der Karriere. “Ich war enttäuscht, nachdem ich nicht zur Tour durfte“, sagte er dem norwegischen Fernsehen. “Heute habe ich gezeigt, dass ich immer noch die Beine habe, um Rennen gewinnen zu können.“ Und auch für das letzte Teilstück am Sonntag rechnet sich der Altmeister durchaus noch Chancen aus – “ja nachdem, wie hart die Klassementfahrer den Hügel auf dem Rundkurs fahren.“

Strong behält die Gesamtführung

Kristoff ist nun zeitgleich mit Strong an der Spitze der Gesamtführung, der Neuseeländer behält aber aufgrund der besseren Summe der Tagesplatzierungen das Führungstrikot. Das gilt auch für die Punktewertung. Die Bergwertung auf der 166 Kilometer langen Etappe von Tennevoll nach Sorreisa mit kleinen Graveleinlagen verteidigte Storm Ingebrigtsen (Coop – Repsol).

Eine fünfköpfige Gruppe um Ingebrigtsen machte sich früh auf und überquerte die beiden Berge der 1. Kategorie nach 36 Kilometern mit zwei Minuten Vorsprung. Ingebrigtsen musste sich aber jeweils seinem Landsmann Morthen wang Baksaas (Nationalteam Norwegen) geschlagen geben.

Die Gruppe hielt sich bis zu den drei Zielrunden vor dem Feld. Als der 1,9 Kilometer lange Gravelsektor, der auf jeder Runde zu bewältigen war, nah war, wagte Eirik vang Aas (Coop – Repsol) den Sprung nach vorne. Aber auch er konnte die Einholung der Ausreißer 15 Kilometer vor dem Ziel nicht verhindern. Abram Stockman (Unibet Tietema Rockets) versuchte sich noch einmal mit einem Solo, kam aber ebenso wenig damit durch wie Kevin Vermaerke (Picnic – PostNL) im Anschluss. Der US-Amerikaner wurde vier Kilometer vor dem Ziel gestellt.

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