Niederländer mit neuer Rolle bei Red Bull

Aus dem Anfahrer wird der Sprintkapitän van Poppel

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Danny van Poppel gewinnt die Schlussetappe der Tour of Holland. | Foto: Cor Vos

22.12.2025  |  (rsn) – Bisher war Danny van Poppel vornehmlich in der Rolle als erstklassiger Anfahrer im Trikot von Red Bull – Bora – hansgrohe zu sehen. Doch bereits bei der vergangenen Tour of Holland, bei der er die Schlussetappe und die Punktewertung gewann, kündigte der Niederländische Meister an, dass er in die Position des Sprintkapitäns wechseln werde.

Im Alter von 32 Jahren scheint für van Poppel die Zeit reif zu sein. Schon bei der Ungarn-Rundfahrt hatte er zwei Etappen – eine davon vor Dylan Groenewegen (Jayco – AlUla) – gewonnen und damit seinen Anspruch deutlich gemacht. Während der Tour de France hätten er und sein Team dann den Plan entwickelt, der van Poppel in die erste Reihe bringen sollte – zumal nach dem Abschied von Sam Welsford die Position des zweiten Sprintkapitäns neben Jordi Meus frei wurde.

Mit der Verpflichtung von Arne Marit (Intermarché – Wanty), Jarrad Drizners (Lotto) und Haimar Etxeberria (Equipo Kern Pharma) werden beide nun auch die nötigen Anfahrer an ihrer Seite haben. Der Belgier ist vor allem für gemeinsame Einsätze mit Landsmann Meeus vorgesehen, der Australier wird neben Meeus auch van Poppel auf den letzten Metern den Weg ebnen. Der junge Etxeberria soll als fester Partner für den Routinier vorgesehen sein. "Ich denke, in dieser Gruppe ist Platz für zwei Sprintteams. Manchmal fahren wir sogar ein Dreifachprogramm. Es wird viele Rennen geben", sagte van Poppel.

Dabei hatte der Niederländer noch mit einer Aussage für Diskussionen gesorgt, die Zweifel an den Qualitäten von Meeus – immerhin Tour-Etappensieger von 2023 – aufkommen lassen konnten. “Ich warte auf den Weltklasse-Sprinter, den ich hoffentlich eines Tages bekomme. Ich gebe mich mit nichts Geringerem zufrieden“, so van Poppel, der wie Meeus auf vier Saisonsiege 2025 kam - allerdings waren bei dem Belgier zwei davon in der WorldTour. Van Poppels letzter Erfolg auf diesem Niveau liegt dagegen acht Jahre zurück, als er eine Etappe der Polen-Rundfahrt geholt hatte.

Wie der 27-jährige Meeus nun gegenüber Wielerflits erklärte, habe er van Poppels Worte aber nicht “persönlich genommen. Ich weiß, dass ich nicht der Schnellste im Peloton bin“, sagte er und fügte an, dass er sich eher darauf verlasse, aus einer hinteren Position heraus seine Sprints zu starten "So habe ich die meisten meiner Sprints gewonnen", fügte er an.

Dagegen sei der klassische Sprintzug mit ihm als letztem Mann weniger seine Angelegenheit. “Ich glaube nicht, dass ich lüge, wenn ich sage, dass die Chancen besser stehen, wenn Jasper Philipsen oder Olav Kooij sich von Dannys Hinterrad lösen, als wenn ich es tue“, sagte er unter Anspielung auf zwei der schnellsten Männer des Pelotons.

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