RSNplusRSN-Rangliste, Platz 7: Kathrin Schweinberger

In Chongming um den WorldTour-Sieg gebracht

Von Peter Maurer

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Kathrin Schweinberger (Human Powered Health) | Foto: Cor Vos

25.12.2025  |  (rsn) – Zum dritten Mal in ihrer Karriere eroberte Kathrin Schweinberger (Human Powered Health) das Trikot der Österreichischen Meisterin, nachdem sie sich im Burgenland aus einer frühen Gruppe heraus den Sieg sicherte. 2025 hatte für sie viele weitere Topergebnisse zu bieten - und im Finale der Saison wurde ihr in China ihr erster WorldTour-Sieg entnommen.

Denn nach 108 Kilometern auf der 1. Etappe der Tour of Chongming Island überquerte die Österreicherin die Ziellinie nach dem Massensprint als Erste. Wenig später wurde sie im Tagesklassement wegen gefährlicher Fahrtweise rückversetzt. Sie kriegte sogar eine Gelbe Karte vom Weltradsportverband UCI. Diese wurde mittlerweile zurückgenommen, den Sieg selbst hat die 29-Jährige aber nicht mehr bekommen. ___STEADY_PAYWALL___

“Ich habe einige Zeit gebraucht, vor allem dann auch in den ersten Wochen der Saisonpause, um das abzuhaken“, erinnerte sich die Tirolerin, die aber auf ein sehr gutes Jahr zurückblicken kann und ihren Weg 2026 bei ihrer neuen Equipe fortsetzen wird: “Ich bin echt megahappy mit dem Team und freue mich schon auf 2026. Es wurde jetzt viel investiert; ins Material, in die Bekleidung und es gibt auch ein neues Rad.“

Neue Farben für Österreichs Meisterin bei Human Powered Health | Foto: Cor Vos

Die Saison eröffnete sie in Australien gleich mit einem Podium auf der 1. Etappe der Tour Down Under (2.WWT). “Es war echt super, gleich im ersten Rennen für das neue Team so abzuschließen, war aber auch eine Überraschung“, meinte die 29-Jährige, die dann auch noch beim Schwalbe Classic (1.Pro) und dem Surf Coast Classic (1.1) in den Top Ten landete.

Ein starker Sommer mit einem Podium bei einer Rundfahrt

“Danach lief es auch bei der UAE Tour noch ordentlich, doch leider ist es im Frühjahr von der Form dann nicht mehr so gut gelaufen“, meinte die Österreicherin, die immerhin beim Classic Brugge De Panne (1.WWT) Zehnte wurde und den Scheldeprijs (1.1) als Fünfte abschloss. Im Mai standen noch weitere Eintagesrennen auf ihrem Programm, beim Omloop der Kempen (1.1) in den Niederlanden wurde sie Siebte, wenig später folgte ein dritter Platz beim GP Mazda Schelkens (1.1) in Belgien.

“Richtig gut wurde es dann wieder im Sommer“, grinste Schweinberger, die sich zuvor im Burgenland zum dritten Mal in ihrer Karriere den Österreichischen Meistertitel holte. “Man geht immer mit hohen Erwartungen rein und ich habe echt den Druck gespürt. Jeder hat mir gesagt, dass mir die Strecke entgegenkommt, aber sicher kannst du dir nie sein“, so die Tirolerin, die etwas von Zweifeln geplagt ins Rennen ging, schnell aber ein gutes Gefühl entwickelte und sich nach einer Windkante mit vielen der Favoritinnen absetzen konnte.

Wieder zurück im Meistertrikot | Foto: Cor Vos

Am Ende siegte sie souverän im Sprint der Gruppe. “Ich hatte viele Szenarien im Kopf, wusste, dass ich aufpassen muss, wenn andere Teams noch mit zwei Fahrerinnen oder mehr vorne vertreten sind“, erinnerte sie sich. Auf den letzten Metern ließ sie aber nichts mehr anbrennen und setzte sich klar vor der Steirerin Elisa Winter (Wheeldivas) und Carina Schrempf (Fenix – Deceuninck) durch.

Im Sommer präsentierte sie sich sehr gut bei der Polen-Rundfahrt (2.1), wo sie in der Gesamtwertung nach drei Tagen als Dritte auf dem Podium stand. “Ich habe dort gemerkt, dass ein paar Hügel nicht mehr das Problem sind“, schilderte die Sprintspezialistin, die dann etwas krank wurde und bei der Simac Tour (2.WWT) in den Niederlanden nicht ihre Topform erreichte.

Neue Reize und große Ziele für 2026

“Ich bin dort wirklich schlecht reingestartet und habe mir gedacht, warum mache ich das. Am Ende habe ich mich damit motiviert, dem Team so gut es geht zu helfen und zu tun, was möglich war“, blickte sie zurück. In den Wochen danach lief es wieder besser und vor allem zum Saisonende steigerte Schweinberger sich immer weiter, holte noch einen starken fünften Rang bei La Choarlis Fourmies (1.Pro) in Frankreich und eben beinahe den Etappensieg auf der Chongming Insel in China.

In Polen erstmals bei einer Rundfahrt in den Top 3 | Foto: Cor Vos

“Im nächsten Jahr will ich die Saison etwas anders angehen und andere Reize setzen. Die ersten Ziele sind für mich Gent-Wevelgem und Paris-Roubaix“, erzählte sie. Für die Königin der Klassiker hat ihr Team mit dem Schweden Magnus Bäckstedt einen ehemaligen Sieger als neuen Sportlichen Leiter im Teamwagen.

“Wir haben schon Räder und Laufräder getestet. Er ist wirklich eine Bereicherung für unser Team und mit ihm werden wir auch den nächsten Schritt machen“, ist sich die Österreicherin sicher. Das Rennen über die zahlreichen Pavé-Abschnitte mag sie, auch wenn Schweinberger es bislang noch in kein Ergebnis ummünzen konnte: “Bei den Recons lief es immer gut, aber in den Rennen halt noch nie. Paris-Roubaix hat viele Faktoren und die meisten davon hast du nicht selbst in der Hand.“

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