Red Bull jubelt nach cleverer Vorstellung

“Super motivierter“ Meeus gewinnt 58. Samyn Classic vor Rex

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Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe) hat die 58. Samyn Classic gewonnen. | Foto: Cor Vos

03.03.2026  |  (rsn) – Nach zwei zweiten Plätzen bei der Algarve-Rundfahrt und Rang sieben beim Omloop Nieuwsblad hat sich Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe) in der Heimat den ersten Saisonsieg gesichert. Der 27-jährige Belgier entschied die 58. Ename Samyn Classic (1.1) über 203,8 Kilometer zwischen Quaregnon und Dour im Sprint von der Spitze weg vor seinem Landsmann Laurenz Rex (Soudal – Quick-Step) für sich.

Das Podium des wallonischen Eintagesrennens komplettierte bei strahlendem Sonnenschein der Franzose Hugo Hofstetter (NSN) vor dem Belgier Jenthe Biermans (Cofidis) und dem Slowaken Lukas Kubis (Unibet – Rose Rockets).

"Ich war nach dem Wochenende super motiviert, mir hier den Sieg zu holen. Der Sprint war alles andere als einfach, vor allem die Vorbereitung, jeder hat in den letzten Kurven alles gegeben und zum Glück hat es für mich am Ende gereicht“, sagte Meeus, dessen Team sich lange zurückhalten konnte, da es durch den Belgier Gianni Vermeersch in der Ausreißergruppe vertreten war. Erst auf den letzten Kilometern zog Red Bull an die Spitze des Feldes, wobei Meeus im Schlepptau des Niederländischen Meisters Danny van Poppel war, ehe er zu seinem siegbringenden Sprint ansetzte.

Dagegen ging die lange Zeit dominierende Cofidis-Equipe im Kampf um den Sieg leer aus. Genauso erging es Visma – Lease a Bike, das wie auch Cofidis zwei Fahrer in der Spitzengruppe hatte, aus der heraus Per Strand Hagenes knapp 30 Kilometer vor dem Ziel attackierte, um erst auf dem Schlusskilometer noch eingefangen zu werden. Sein Teamkollege Wout van Aert spielte nach einem Defekt und anschließendem doppelten Radtausch im Finale keine Rolle mehr und beendete sein Samyn-Debüt abgeschlagen auf Rang 60 (+1:57).

Bei der 58. Ausgabe der Samyn Classic lösten sich nach gut 40 Kilometern fünf Fahrer aus kleineren Teams, die aber nur geringen Vorsprung zugestanden bekamen, ehe bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen rund 60 Kilometer vor dem Ziel das Feld in Folge von Attacken auseinanderfiel und rund zehn Kilometer später ein Dutzend Fahrer, darunter auch Red-Bull-Neuzugang Gianni Vermeersch, zur Spitze aufschließen konnte.

Die Gruppe kam bis auf rund 40 Sekunden weg, und da sich im Feld lediglich Soudal für die Verfolgung zuständig fühlte, blieb der Abstand zunächst konstant. Auch van Aerts Team musste nichts tun, da mit Pietro Mattio und Hagenes gleich zwei Visma-Profis unter den Ausreißern waren – daneben war nur noch Cofidis doppelt an der Spitze vertreten.

Hagenes ging 30 Kilometer vor dem Ziel auf dem 500 Meter langen Kopfsteinpflaster-Sektor der Rue de Belle Vue in die Offensive und nahm die Schlussrunde mit knapp 20 Sekunden vor seinen ehemaligen Begleitern in Angriff. Denen im Nacken saß allerdings das Feld, in dem nun auch Alpecin vorne zu sehen war.

Das Streckenprofil der Samyn Classic | Foto: Veranstalter

Der Spitzenreiter profitierte in der Folge von zahlreichen Attacken unter den Verfolgern, die immer wieder den Rhythmus im Feld brachen, so dass Hagenes seinen Vorsprung behaupten konnte. Zehn Kilometer vor dem Ziel musste van Aert nach einem technischen Defekt sein Rad gegen das von Teamkollege Mattio tauschen und kurz darauf nochmals anhalten, um vom Begleitfahrzeug sein Ersatzrad in Empfang zu nehmen.

Da im Feld in diesem Moment Cofidis und Lotto das Tempo nach oben schraubten, gelang dem Belgier nicht mehr der Anschluss. Im 200 Meter langen Kopfsteinpflasteranstieg Cote des Nonettes, dem letzten des Tages, behauptete Hagenes noch seinen Vorsprung, ehe Cofidis auf den letzten fünf Kilometern mit gleich vier Fahrern die Spitze im Feld übernahmen.

Hagenes hielt sich aber noch bis eingangs des Schlusskilometers vorne, ehe Bahrain die Lücke schloss und Meeus in einem langgezogenen Sprint sich souverän den Sieg sicherte.

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