Polin gewinnt souverän 4. GP Region Stuttgart

Wlodarczyk schließt 32-km-Solo erfolgreich ab, Koch Vierte

Von Matthias Seng

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Dominika Wlodarczyk (UAE - L´IMAD) hat den 4. GP Region Stuttgart gewonnen. | Foto: Cor Vos

13.09.2026  |  (rsn) – Nach drei italienischen Siegen in Folge hat eine Polin die 4. Ausgabe Grand Prix Region Stuttgart (1.Pro) für sich entschieden. Die 25-jährige Dominika Wlodarczyk (UAE - L'IMAD) setzte sich über 134,7 Kilometer mit Start und Ziel in Tamm bei Ludwigsburg als Solistin durch und feierte nach einer dominanten Vorstellung ihren fünften Saisonsieg.

Die Polnische Doppelmeisterin löste sich mit noch 32 zu fahrenden Kilometern aus dem Feld und kam mit 46 Sekunden Vorsprung ins Ziel, um Nachfolgerin ihrer Teamkollegin Eleonora Gasparrini zu werden, die nach zwei Siegen in Folge diesmal Fünfte wurde.

Vor der Italienerin landete deren Landsfrau Elisa Balsamo (Lidl – Trek), die im Sprint der Verfolgerinnen die Belgierin Sandrine Tas (Lotto – Intermarché) und die Deutsche Meisterin Franziska Koch (FDJ United – Suez) auf die Plätze verwies. Zweitbeste deutsche Fahrerin war Liane Lippert (Movistar), die zeitgleich Zwölfte wurde und damit eine Position vor Linda Riedmann (Lotto – Intermarché / +0:49) landete.

So lief der 4. GP Region Stuttgart:

Eliska Kvasnickova (VIF) und Katie Scott (DAS – Hutchinson) bildeten die nur zweiköpfige Gruppe des Tages, die sich auf hügeligem Terrain schnell zwei Minuten Vorsprung erarbeitete. Nach einer frühen Aufholjagd holte das Feld zunächst die 21-jährige Tschechin und kurz darauf auch die vier Jahre ältere Britin zurück. Bei zwischenzeitlichem Regen beruhigte sich das Geschehen, was Scotts Landsfrau und Teamkollegin Morven Yeoman zu einer Attacke nutzte, die ihr fast eine Minute Vorsprung einbrachte. Bereits 65 Kilometer vor dem Ziel war jedoch auch dieser Ausreißversuch Geschichte.

Nach Attacken an der vorletzten Bergwertung des Tages zerfiel das Feld in mehrere Teile, an der Spitze bildete sich eine stark besetzte Gruppe um Koch, Lippert, Wlodarczyk und Balsamo, wogegen Vorjahressiegerin Gasparrini zu den abgehängten Fahrerinnen gehörte, die 43 Kilometer vor dem Ziel dann aber wieder den Anschluss schafften.

Das Streckenprofil des Grand Prix Region Stuttgart | Foto: Veranstalter

Noch vor der ersten von drei Zielpassagen löste sich eine Gruppe um die sehr starke Wlodarczyk, Riedmann und Justyna Czapla (Canyon – SRAM), zu der eingangs der letzten 35 Kilometer auch Yara Kastelijn (Fenix – Premier Tech) aufschloss. Die erste der drei 11,8 Kilometer langen Zielrunden nahmen die Ausreißerinnen mit rund einer halben Minute Rückstand in Angriff.

Doch aus dem rund 25-köpfigen Peloton heraus sorgte vor allem Koch dafür, dass der Abstand in Windeseile zusammenschrumpfte, ehe ihre Teamkollegin Amber Kraak die Tempoarbeit übernahm, nachdem mehrere Fahrerinnen den Anschluss geschafft hatten. Kurz darauf schüttelte Wlodarczyk an einer kleinen Rampe alle ihre Gegnerinnen ab und fuhr sich innerhalb weniger Kilometer einen Vorsprung von mehr als einer Minute auf das wieder größer werdende Feld heraus, in dem schließlich Lidl – Trek die Spitze übernahm, ohne dass sich am Rückstand aber etwas änderte.

Wlodarczyk wie ein Metronom zum fünften Saisonsieg

Nach einer Attacke von Koch bildete sich dann eine rund 15-köpfige Verfolgergruppe, die aber schnell wieder vom Rest des Feldes eingefangen wurde. Doch auch im Finale gelang es den Verfolgerinnen nicht, den Rückstand zur gleichmäßig fahrenden Wlodarczyk wesentlich zu reduzieren, obwohl es Lippert kurz nach der Zieldurchfahrt nochmals nach einer Bergaufattacke versuchte. Gleiches misslang Koch wenig später, wodurch sich das Feld wieder deutlich verkleinerte.

Der Abstand reduzierte sich bei hohem Tempo allerdings kaum, auch wenn Canyon – SRAM sich nun in die Nachführarbeit einklinkte. Am überlegenen Sieg von Wlodarczyk änderte das nichts mehr, obwohl Lippert wenige Kilometer vor dem Ziel nochmals an einem Anstieg attackierte. Doch die Friedrichshafenerin kam nicht weg, so dass sich kurz darauf Balsamo im Sprint der Verfolgerinnen den zweiten Platz vor Tas und Koch sicherte.

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