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14.10.2026 | (rsn) – Neoprofi Frits Biesterbos (Picnic - PostNL) hat auf der 2. Etappe der Tour of Guangxi für eine Überraschung gesorgt. Der Niederländer schlug im Massensprint die Topstars Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) und Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM). Max Kanter (XDS – Astana) wurde vor Robin Froidevaux (Tudor) und Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe) Vierter. Mit seinem zweiten Platz baute Magnier seine Gesamtführung aus.
Biesterbos kommt vom Mountainbike und stieg 2025 auf die Straße um. Für Beat lieferte er dabei einige starke Ergebnisse, für Aufsehen sorgte der 24-Jährige aber vor allem im Gravel. Dort wurde er vor Tibor Del Grosso (Alpecin – Premier Tech) Niederländischer Meister und zwei Wochen später in Limburg sogar Vizeweltmeister hinter Florian Vermeersch (UAE – Emirates – XRG). Picnic – PostNL meldete sich beim Gelderländer und machte ihn im Winter zu seinem Top-Transfer.
Nachdem Casper van Uden im April eine Etappe der Presidential Tour of Türkiye (2.Pro) gewann und Pavel Bittner Ende September bei Paris-Chauny (1.1) nachlegte, sorgte Biesterbos nun in China für den dritten Saisonsieg seiner Mannschaft. Als 127. der Weltrangliste ist er in seiner zweiten Saison als Straßenfahrer nach Bittner die Nummer 2 seines Teams.
Vor zwei Wochen landete er beim Münsterland Giro (1.Pro) auf dem Podium, zwei Wochen davor beim Gooikse Pijl (1.1) ebenfalls. Der Picnic-Pilot ist allerdings noch dabei herauszufinden, welche Rennen ihm am besten liegen. Seinen Sprint hat er bereits mehrfach bewiesen, seinen großen Motor konnte er bislang noch nicht komplett unter Beweis stellen.
Im Klassement liegt er an zweiter Stelle und weist sechs Sekunden Rückstand auf Magnier auf. Der ist auch der beste Nachwuchsfahrer und Führender in der Punktewertung. Den einzigen Bergsprint der bisherigen Rundfahrt sicherte sich heute Afonso Eulalio (Bahrain Victorious).
“Gruppe wieder eingeholt“ lautete das Motto auf den äußerst belebte ersten 60 Kilometern des Rennens, dann konnten sich endlich Chenglu Liu (Nationalmannschaft China), Jonas Rickaert (Alpecin – Premier Tech), Martin Tjotta (Uno-X Mobility) und Dries De Bondt (Jayco – AlUla) absetzen.
Ihr Unternehmen dauerte bis 28 Kilometer vor dem Ziel an, als das Peloton im einzigen klassifizierten Anstieg des Tages zu ihnen auffuhr. Eulalio griff kurz vor dem Wertungsstrich an, sicherte sich die Punkte und nahm danach die Beine hoch.
Das Streckenprofil der 2. Etappe der Tour of Guangxi | Foto: Veranstalter
Mit noch 12 zu fahrenden Kilometern machten die Klassementfahrer ernst. Beim Zwischensprint wurde Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5) der Sprint angefahren, doch vom Hinterrad des Briten sprang Jhonatan Narvaez (UAE – Emirates – XRG) zu drei Sekunden, Pidcock musste hinter Pau Miquel (Bahrain Victorious) mit einer zufrieden sein.
Da die Straße gespickt war mit kleinen Wellen, probierten immer wieder Fahrer dem Feld zu entkommen. Über längere Zeit erfolgreich war dabei aber niemand. Die Sprinterteams kontrollierten das Finale, wobei Groupama – FDJ United die meiste Arbeit auf sich nahm. Aus dem chaotischen Gewusel auf der Zielgerade löte sich Magnier früh. Dessen Hinterrad versuchte Kanter erfolglos zu erreichen. Das hatte stattdessen Biesterbos, der probierte, an Magnier vorbeizugehen. Auf den letzten Metern schoss Kooij heran. Der Niederländer kam zu knapp spät, sein Landsmann aber hatte sein Vorderrad an dem des Franzosen vorbeigeschoben.
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