Kanter wie beim Auftakt erneut Dritter

Magnier holt mit zweitem Etappensieg Guangxi-Führung zurück

Von Felix Mattis

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Paul Magnier (Soudal - Quick-Step) | Foto: Cor Vos

16.10.2026  |  (rsn) – Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) hat in Tian'e die 4. Etappe der 7. Tour of Guangxi (2.UWT) gewonnen und damit auch die Gesamtführung der letzten WorldTour-Rundfahrt der Saison zurückerobert. Der Franzose gewann das 165,7 Kilometer lange und über zahlreiche Anstiege hin zu einem flachen Finale führende Teilstück im Sprint eines dezimierten Feldes vor Cees Bol (Decathlon – CMA CGM) sowie Max Kanter (XDS – Astana).

Der bisherige Gesamtführende Frits Biesterbos (Picnic – PostNL) blieb als Etappenvierter ohne Bonifikation und musste das Rote Führungstrikot daher an Magnier zurückgeben, dem er es am Vortag abgenommen hatte.

Magnier führt das sechstägige Rennen nach zwei Dritteln nun mit zehn Sekunden vor Biesterbos und 16 Sekunden vor Kanter an. Bol ist mit 20 Sekunden Rückstand vor Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe / + 0:22) Gesamtvierter.

Überschattet wurde das Finale der 4. Etappe von einem Massensturz in einer Rechtskurve eingangs des Schlusskilometers, der sich an etwa 20. Position des Feldes ereignete und daher einigen Sprintern die Chance auf den Tagessieg nahm. Ins Ziel kamen aber alle Fahrer – ob einer davon am Samstag zur 5. Etappe nicht mehr antreten wird, ist unklar.

Schon am Freitag nicht mehr angetreten waren dagegen Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM), der bei den vorherigen drei Sprints den zwölften, dritten und 64. Platz belegt hatte, sowie Owain Doull (Visma – Lease a Bike).

Auch Etappe 5 am Samstag dürfte wieder auf einen Sprint hinauslaufen. Die Entscheidung um den Gesamtsieg aber fällt am Sonntag dann bergauf - mit einer Mini-Bergankunft nach 3,2 Kilometer langer und 7,3 Prozent steiler Schlussrampe zum Aussichtspunkt von Nongla.

So lief die 4. Etappe der Tour of Guangxi:

Das vierte Teilstück war das mit 2.700 Höhenmetern insgesamt bergigste der gesamten Rundfahrt und führte bis auf über 1.000 Meter über dem Meer hinauf. Ständig ging es längere Anstiege hoch und runter und eine vierköpfige Spitzengruppe mit Dries De Bondt (Jayco – AlUla), Robbe Ghys (Decathlon – CMA CGM), Enzo Paleni (Groupama – FDJ) und Baptiste Veistroffer (Lotto – Intermarché) fuhr die meiste Zeit an der Spitze.

Hinter ihnen versuchten die bergstarken Fahrer und ihre Teams an den Anstiegen die Sprinter abzuschütteln und schafften das teilweise auch – so hatten Fabio Jakobsen (Visma – Lease a Bike), Luke Lamperti (EF Education – EasyPost), Sam Welsford (Netcompany – Ineos), Kaden Groves (Alpecin – Premier Tech), Erlend Blikra (Uno-X Mobility) und auch Vortagessieger Milan Fretin (Cofidis) schon bald nichts mehr mit dem Ausgang der Etappe zu tun.

Das Streckenprofil der 4. Etappe in Guangxi. | Grafik: Veranstalter

Magnier, Bol, Kanter und einige andere aber kämpften sich immer wieder zurück – obwohl sogar Louis Barré (Visma – Lease a Bike) und Kevin Vauquelin (Netcompany – Ineos) zwischenzeitlich attackierten und 23 Kilometer vor dem Ziel zu den vier Spitzenreitern aufschlossen. Doch in der langen Abfahrt vom letzten Berg hinunter in Richtung Zielort holte das Feld die nun sechs Spitzenreiter wieder ein und das Rennen lief auf den Sprint zu.

Dabei versuchten es auf den letzten drei Kilometern noch einige mutige Angreifer mit Solo-Vorstößen. Keiner von ihnen aber konnte gegen die Sprintzüge von Soudal und Decathlon bestehen. Am Ende war es das französische Team, das den Sprint anzog bevor ihn Meeus früh eröffnete. Doch aus dem Schutz des Windschattens kam mit dem besten Timing schließlich Magnier an allen vorbei und setzte sich souverän durch.

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