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25.10.2026 | (rsn) – Mit einem ebenso starken wie cleveren Auftritt hat sich Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Altez) in Overijse den Auftakt der Superprestige 2026/27 gesichert. Der 32-jährige Belgier setzte seinen entscheidenden Angriff im letzten Renndrittel, kurz nachdem einige Stürze für Durcheinander gesorgt hatten.
Keiner seiner Konkurrenten hatte darauf eine Antwort, so dass Vanthourenhout letztlich wie zuvor Lucinda Brand (Baloise – Het Poetsbureau Lions) bei den Frauen einen souveränen Sieg einfahren und darüber hinaus seinen Vorjahreserfolg wiederholen konnte.
Mit 15 Sekunden Rückstand wurde sein Landsmann Witse Meeussen (Crelan – Corendon) Zweiter vor Niels Vandeputte (Alpecin - Premier Tech / +0:18), der das belgische Podium vor dem Britischen Meister Cameron Mason (777 /+0:20) komplettierte. Der Schweizer Kevin Kuhn (Heizomat –Cube / +0:29) büßte nach einem Fahrfehler im Finale alle Chancen auf den Sieg ein.
“Der Sieg heute war anders herausgefahren als die der letzter Wochen, da war es immer die letzte oder vorletzte Runde, aber ich bin glücklich, gewonnen zu haben“, kommentierte Vanthourenhout seinen bereits vierten Saisonsieg und den insgesamt dritten in Overijse.
Nach dem ersten von acht Superprestige-Läufen führt er das Gesamtklassement mit 15 Zählern vor Meeussen und Vorjahressieger Vandeputte an.
Das zweite Rennen der Serie findet am 5. November in Middelkerke statt.
Auch bei den Männern nahm ein vergleichsweise kleines Feld den Superprestige-Auftakt in Angriff. Am besten der 37 Starter kam der Britische Meister Mason in die Gänge. Vanthourenhout dagegen missriet der Start und der Belgier fand sich überraschend weit hinten wieder. Bei sonnigem und trockenem Herbstwetter machte es sein Teamkollegen Gerben Kuypers deutlich besser und setzte sich früh mit Mason, Meeussen und Heizomat-Neuzugang Kuhn ab.
Nach der ersten Runde lag das Quartett aber nur wenige Sekunden vor den von Vandeputte angeführten Verfolgern. Mason drückte auf dem schweren Kurs weiter aufs Tempo, ohne den Zusammenschluss aber verhindern zu können. Eingangs der dritten von neun Runden waren die ersten zehn Fahrer nur durch acht Sekunden getrennt. Dazu gehörte Vorjahressieger Vanthourenhout, der sich bis auf Rang fünf vorgearbeitet hatte und kurz darauf sogar die Spitzenposition übernahm. Dagegen büßte Mason nach einem Sturz seine dritte Position ein, ließ sich aber nicht abschütteln.
In der fünften Runde attackierte Kuhn und setzte sich mit Meeussen kurzzeitig ab, doch Vanthourenhout, Kuypers, Vandeputte und Mason kamen wieder heran. Der 28-jährige Kuhn machte jedoch weiter Druck und zog so die siebenköpfige Spitzengruppe in die Länge.
Nach einer Attacke eingangs von Runde sieben konnte Kuypers im Gegensatz zu Wyseure in einer kurzen Gegensteigung zwar einen Sturz knapp vermeiden. Dabei beschädigte er aber sein Rad und büßte entscheidend Boden ein. Das Durcheinander nutzte Vanthourenhout zu einer Attacke, mit der er die Spitzengruppe endgültig sprengte.
Zu Beginn der achten Runde lag er je sechs Sekunden vor Vandeputte und Kuhn, kurz dahinter folgten Mason und Meeussen. Die finale Runde nahm der Routinier mit rund einer halben Minute Vorsprung auf das Verfolgerquartett in Angriff.
Im Finale ließ Vanthourenhout nichts mehr anbrennen, dahinter schüttelte der starke Meeussen mit mehreren Tempoverschärfungen seine Gegner ab, wobei Kuhn nach einem Fahrfehler zurückfiel und so alle Chancen auf das Podium einbüßte. Das komplettierten schließlich Meeussen und Vandeputte, Mason wurde Vierter vor dem starken Kuhn, dem der verdiente Lohn jedoch versagt blieb.
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