64. Paris-Nizza

Gerdemann will noch Plätze gutmachen

Von Matthias Seng

10.03.2006  |  Die erste Hälfte von Paris-Nizza verlief für das T-Mobile-Team alles andere als erfolgreich: Kein Fahrer unter den besten 20 der Gesamtwertung, dazu mit Kapitän Kim Kirchen (Rückenschmerzen) und Sprinthoffnung Thomas Ziegler (Erkältung) schon zwei Ausfälle. Gestern wurde die Aussichten auf einen Tagessieg von den Sprinterteams vereitelt. Eine 100-Kilometer-Flucht des jungen Holländers Bas Gilling (zusammen mit dem Franzosen Eric Leblacher) endete 13 Kilometer vor dem Ziel in Rasteau.

Jetzt schaut die Teamleitung erwartungsvoll auf die schweren Etappen, die ab heute auf dem Programm stehen. Magenta setzt im Finale von Paris-Nizza vor allem auf Patrik Sinkewitz und Linus Gerdemann. „Wir sind ein junges Team hier“, kommentierte der 23 jährige Gerdemann im Gespräch mit dem Internetportal cyclingnews das bisherige Abschneiden seines neuen Rennstalls. „Wir haben hier noch nicht gezeigt, was wir drauf haben, aber ganz so schlecht läuft es auch nicht.“

Gerdemann selber hatte beim Prolog in Paris Pech mit dem Wetter. „Als ich auf den Kurs ging, regnete es“, sagte der Neuzugang von CSC, der als Bester seines Teams mit 4:04 Minuten Rückstand auf Platz 24 der Gesamtwertung liegt. „Deshalb habe ich gleich 21 Sekunden auf den Sieger Bobby Julich verloren. Ich will mich bestimmt nicht hinter Entschuldigungen verstecken, aber ich war noch der beste Fahrer von denen, die im Regen fahren mussten. Ich habe auf der nassen Straße bestimmt zehn Sekunden verloren.“

Gerdemann ist trotzdem mit seinem bisherigen Auftreten bei der „Fahrt in die Sonne“ zufrieden und möchte in der zweiten Rennhälfte noch einige Plätze im Gesamtklassement gutmachen. „Ich fühle mich gut und bin bereit für die letzten drei, schweren Etappen“, schaut das Riesentalent nach vorne. „Mein Abstand zur Spitze ist noch relativ gering. Deshalb glaube ich nicht, dass man mich fahren lassen wird. Als schaue ich aufs Gesamtklassement. Auf einen Etappengewinn würde ich nur fahren, wenn ich heute einen schlechten Tag erwischen würde. Meine Form jedenfalls stimmt.“

Quelle: cyclingnews.com

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