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20.04.2007 | (Ra) – Levy Leipheimer (Discovery Channel) ist bei der Tour de Georgia nicht nur der beste Zeitfahrer, sondern auch der stärkste Kletterer. Die Rundfahrt wird der 33-jährige US-Amerikaner aber nicht mehr gewinnen können. Nach seinem gestrigen Sieg im Kampf gegen die Uhr entschied Leipheimer auch die heutige Königsetappe über 172km von Dalton zur Bergankunft am höchsten Punkt Georgias, dem 1.458 Meter hoch Brasstown Bald, für sich.
Hinter dem kleinen Kalifornier, dessen Attacke zwei Kilometer vor dem Gipfel auch ein Kletterspezialist wie Gilberto Simoni (Saunier Duval) nicht folgen konnte, kam es zu einem packenden Duell um die Führung in der Gesamtwertung. Leipheimers Teamkollege, der Slowene Janez Brajkovic, wehrte alle Angriffe seines schärfsten Konkurrenten im Kampf um das Gelbe Trikot, Christian Vandevelde (CSC), erfolgreich ab. Das Duo kam zeitgleich auf den Pätzen neun und zehn ins Ziel. „Im Schlussanstieg ging es mir nur darum, an Vanderveldes Hinterrad zu bleiben“, so Brajkovic. „Alle anderen Fahrer interessierten mich nicht. Christian attackierte bestimmt 20 Mal und auch wenn es ziemlich schwer war, bin ich dran geblieben - und das ist letztlich das, was zählt.“ Der 23-jährige Slowene hat mit zwölf Sekunden Vorsprung auf Vandervelde nun beste Chancen auf den Rundfahrtsieg. Der drittplatzierte Spanier David Canada (Saunier Duval) liegt mit mehr als drei Minuten bereits aussichtslos zurück.
Auch auf der 5. Etappe erwies sich Discovery Channel als das dominierende Team der Rundfahrt, die am Sonntag in Atlanta endet. Drei der fünf Etappen entschied der US-Rennstall bis jetzt für sich. Heute sorgten Leipheimer und der Zweitplatzierte Tom Danielson, Rundfahrtsieger von 2005, für einen Doppelsieg. Dritter wurde ein weiterer US-Amerikaner, Anthony Colby vom heimischen Continental Team Colavita.
Eine starke Leistung zeigte Alexandre Moos. Der Schweizer, nach der letzten Saison vom aufgelösten Phonak Team zur US-Conti-Mannschaft BMC Racing gewechselt, fuhr in einer Ausreißergruppe, die bis in den Schlussanstieg hinein die Etappe bestimmte. Dort attackierte Moos und wurde erst zwei Kilometer vor dem Ziel im schwersten Teil des Anstiegs vom heranstürmenden Leipheimer gestellt. Moos wurde am Ende Sechster hinter Saunier-Duval-Kapitän Simoni, der sich ebenfalls in guter Verfassung präsentierte.
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