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Lance Armstrong und Alberto Contador während einer Pressekonferenz im November 2008 auf Teneriffa
Foto: ROTH19.03.2009 | (rsn) – Nach der Zwangsabstinenz von der Tour de France 2008 darf Astana in diesem Jahr wieder beim wichtigsten Radrennen der Welt mitmischen – und Einiges spricht dafür, dass der vom Belgier Johan Bruyneel geleitete kasachische Rennstall das Feld kräftig aufmischen wird. Die Frage wird nur sein: Armstrong oder Contador – für wen wird gefahren?
Zumindest von der Papierform her wird Astana das mit Abstand stärkste Team stellen. Wie Bruyneel ankündigte, werden nicht weniger als fünf Fahrer am 4. Juli in Monaco am Start stehen, die in ihrer Karriere bereits mindestens einmal die Tour unter den besten Fünf abgeschlossen haben: Neben dem siebenfachen Sieger Lance Armstrong und dem Spanier Alberto Contador – der 2007 gewann – sind das Andreas Klöden (Zweiter 2004 und 2006), Armstrongs Landsmann Levi Leipheimer (Dritter 2007) und der spanische Neuzugang Haimar Zubeldia (Fünfter 2003 und 2007).
„Unser erstes Ziel ist, die Tour zu gewinnen“, lautete denn auch am Mittwoch folgerichtig Bruyneels Kommentar zur Einladung seines Teams durch den Veranstalter ASO. „So viele Klassementfahrer dabei zu haben setzt uns unter zusätzlichen Druck, aber zugleich gibt es uns das sichere Gefühl, dass wir eine große Chance haben, das Rennen zu gewinnen, wenn wir alles richtig machen und füreinander fahren.“
Dabei ließ Bruyneel, der Armstrong zu all dessen sieben Tour-Erfolgen geführt hatte, die Kapitänsrolle offen. „Es wird der stärkste Fahrer sein“, lautete sein lakonischer Kommentar dazu. Nach Lage der Dinge wird sich die Frage zwischen Armstrong und Contador entscheiden. Zumindest der 26-jährige Spanier hat bereits mehrfach unmissverständlich darauf hingewiesen, dass er die Kapitänsrolle beansprucht. Armstrong zeigte sich in der Frage bisher auffallend zurückhaltend, aber es ist schwer vorstellbar, dass der 37 Jahre alte Texaner zu einem anderen Zweck bei der Tour antreten will als diese zum achten Mal zu gewinnen.
Bruyneel wird die schwierige Aufgabe zufallen, alle Ambitionen seiner Stars unter einen Hut zu bringen. Neu ist für den Ex-Profi nicht die Tatsache, dass ein von ihm geleitetes Team den Topfavoriten stellen wird, sondern dass es möglicherweise gleich zwei sein werden. Für den 46-Jährigen scheint das bisher kein Problem zu sein: „Ich denke, dass wird uns nur stärker machen wird“, so Bruyneel.
Quelle: cyclingnews.com
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