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10.07.2009 | Andorra Arcalis (rsn) - Prickelnde Tour de France! Kämpften in den 95 bisherigen Auflagen des schwersten Radrennens der Welt fast immer Fahrer aus verschiedenen Teams ums Gelbe Trikot, so sorgen in diesem Jahr mangels entsprechender Herausforderer zwei Teamkollegen für Spannung: Der 37-jährige Seriensieger Lance Armstrong und der elf Jahre jüngere Alberto Contador.
Es war schon stark, wie Alberto Contador zwei Kilometer vor dem Ziel in Andorra Arcalis (2240 m) losspurtete und ebenso stark, wie Lance Armstrong sein Versprechen hielt („Ich fahre Contador nicht hinterher“) und nur zuschaute, wie der Spanier die Kräfteverhältnisse im Astana-Team wieder in die Waage brachte und ihm die auf der Windkanten-Etappe nach La Grande-Motte eroberten 19 Sekunden abnahm und in einen zwei Sekunden-Vorsprung ummünzte.
Denn Armstrong hätte ihm wohl folgen können. Er schien mit seinen Mannschaftskollegen Andreas Klöden und Levi Leipheimer der Stärkste in der Verfolgergruppe der Kapitäne zu sein. Armstrong folgte dem Ehrenkodex, dabei hätte er Cadel Evans (Silence-Lotto), der am meisten die Verfolgung organisierte, sicher am liebsten geschoben, um schneller im Ziel ankommen zu können. Demonstrativ hielt er sich am Hinterrad des Australiers. Im Ziel nahm er die Attacke cool: „Abgesprochen war das nicht, weil ich aber damit gerechnet hatte, überraschte es mich nicht.“
Contador genoss seinen Triumph, versuchte aber, keine neue Kohle aufzulegen. "So langsam habe ich keine Lust mehr über die Kapitänsfrage bei Astana zu sprechen. Lassen wir uns einfach sehen, was die nächsten Tage bringen.“, wehrte er alle Anfragen ab. Später ergänzte er aber: "Das war keine Attacke gegen Lance. Ich hatte gute Beine und wollte Verfolger wie Cadel Evans und Carlos Sastre distanzieren."
Johan Bruyneel, der Teamchef der beiden Kontrahenten, war am Ende froh, dass der Madrilene im Konkurrenzkampf nicht noch das Gelbe Trikot eroberte. „Wir wollten es heute nicht, damit wir es nicht bis nach Paris verteidigen müssen. Ich wünschte Nocentinis Vorsprung wäre größer, damit seine Mannschaft mehr Motivation hat. Aber der Gegenwind am Schluss hatte es ihm sehr schwer gemacht, mehr herauszuholen.“
Wegen des Gegenwindes schaffte es Contador wohl auch nicht, mehr Zeit auf Armstrong gut zu machen. So sorgen die beiden weiter für Spannung bei der Tour.
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