Niederländer klagt über seine Dopingsperre

Dekker fühlt sich ungerecht behandelt

Foto zu dem Text "Dekker fühlt sich ungerecht behandelt"

Thomas Dekker

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04.03.2010  |  (rsn) - Thomas Dekker hat sich widersprechende Kommentare zu seiner zweijährigen Dopingsperre abgegeben. Während sein Anwalt eine Pressemitteilung veröffentlichte, in der sein Mandant die Entscheidung des zuständigen Monegassischen Verbandes akzeptiert, kritisierte der Niederländer gegenüber der Tageszeitung Telegraaf das Urteil.

„Warum bekomme ich zwei Jahre, während Ricco vier Monate kürzer gesperrt wird?“, so Dekker, der ein eigenwilliges Verständnis des Themas Doping an den Tag legte: „Ricco wurde während der Tour positiv auf die neueste EPO-Variante CERA getestet. Ich wurde im Winter in einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfes auf EPO getestet, habe aber niemals während eines Rennens gedopt. Ich war erst achtzehn Monate später in einer erneuten Kontrolle positiv.“

Dekker war am 30. Juni 2009 mit einem verfeinerten Analyseverfahren des EPO-Dopings überführt worden, nachdem eine unangekündigte Trainingskontrolle vom Heiligabend 2007 zunächst negativ ausgefallen war. Die UCI hatte die Nachkontrolle mit auffälligen Blutwerten Dekkers begründet, die im Rahmen des Biologischen Pass-Programms entdeckt worden seien.

Dekker deutete an, dass er den Radsportweltverband UCI anrufen könnte, um eine Verkürzung der Strafe zu erwirken. Der 25-Jährige ist bis zum 1. Juli 2011 gesperrt. "Ich verstehe wirklich nicht, welches die Grundlage für das Strafmaß ist“, klagte der ehemalige Rabobank- und Silence-Lotto-Profi. „Ich weiß auch nicht, welche Schritte ich vielleicht unternehmen werde. Das ist ein weiterer schwerer Schlag. Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet. Sie werden mich aber nicht klein kriegen. Ich werde zurückkehren und meinen Namen reinwaschen.“

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