Belgier schimpft über den französischen Staatspräsidenten

Van Den Broeck lässt sich auch von Sarkozy nicht aufhalten

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Jurgen van Den Broeck (Omega Pharma-Lotto) im Ziel der 17. Etappe der Tour de France Foto: ROTH

23.07.2010  |  (rsn) – Jurgen van Den Broeck (Omega Pharma-Lotto) lässt sich auf dem Weg zu einer Spitzenplatzierung bei der 97. Tour de France von niemandem aufhalten – nicht einmal vom französischen Staatspräsidenten. Der Belgier, der am Tourmalet seinen fünften Rang im Gesamtklassement verteidigte, nahm nach der Etappe den direkten Weg zur Dopingkontrolle, und der führte ihn mitten durch ein TV-Interview, das Sarkozy in dem Moment gab. Während die Bodyguards des Präsidenten in helle Aufregung gerieten und Van Den Broecks Betreuer sich entschuldigte, war der 27-Jährige ausgesprochen ungehalten über den Auftrieb um Sarkozy.

„Wenn er mir im Weg steht, fahre ich ihn um. Wenn er zum Rennen kommt, muss er für die Fahrer zur Seite treten“, so Van Den Broeck, der von Sarkozys Präsidentenlimousine ein zweites Mal blockiert wurde, als er sich auf den Weg hinunter zum Teambus machte. Lautstark machte er seinem Ärger Luft. Darüber informiert, dass es sich um Sarkozys Fahrzeug handelte, erwiderte der Omega-Kapitän ungerührt: „Das kann sonstwer sein, das kümmert mich nicht.“

Sarkozy selber schien mitbekommen zu haben, dass nicht jeder darüber froh war, wie er den Fahrern die Show stahl. „Ich bin hier nicht der Star, es geht um die Fahrer“, sagte er, als er den Tourmalet verließ.

Quelle: cyclingnews.com

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