Vor dem entscheidenden Duell

Schleck kämpferisch, Contador will auch den Zeitfahrsieg

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Alberto Contador (Astana) und Andy Schleck (Saxo Bannk) am Tourmalet Foto: ROTH

23.07.2010  |  (rsn) – Die Rollen beim entscheidenden Einzelzeitfahren der 97. Tour de France sind klar verteilt. Alberto Contador (Astana), der Mann in Gelb, geht als haushoher Favorit auf den Gesamtsieg ins Rennen. Sein nur acht Sekunden zurückliegender Rivale Andy Schleck (Saxo Bank) nimmt hingegen als großer Außenseiter den 52 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr von Bordeaux nach Pauillac auf.

Dennoch gibt sich Andy Schleck, im Vergleich zu Contador der deutlich schwächere Zeitfahrer, kämpferisch. „Ich weiß, dass morgen der wichtigste Tag meiner Radsportkarriere ansteht“, so der 25-jährige Luxemburger nach der 18. Etappe. „Hoffentlich spielen meine Beine mit.“

Contador hingegen geht nicht nur mit dem Ziel ins Rennen, Schleck auf Distanz zu halten. „Ich werde mich morgen nicht an Andys Zeiten orientieren. Ich werde mich richtig auspowern und hoffe auch auf den Etappensieg“ – so der 27-Jährige, dem ein Tagessieg bei der diesjährigen Tour bisher verwehrt blieb.

Auf der einen Seite gibt sich Contador äußerst selbstbewusst, zugleich aber betreibt der Astana-Kapitän auch Understatement. „Noch liege ich in Front, aber wer weiß, ob dem morgen auch noch so ist. Bei einem dreiwöchigen Rennen kann sich alles im letzten Moment entscheiden", sagte der Madrilene. "Heute fühle ich mich körperlich sehr gut, aber das kann sich von einem Tag auf den anderen ändern.“

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