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21.01.2011 | (rsn) – Bei der Tour Down Under haben erstmals die Sprinter das Nachsehen gehabt. Auf der 4. Etappe über 124 Kilometer von Norwood nach Strathalbyn kam eine vierköpfige Ausreißergruppe durch und machte den Sieg unter sich aus. Dabei setzte sich der Australier Cameron Meyer (Garmin-Cervélo) im Zielsprint vor dem Belgier Thomas De Gendt (Vacansoleil-DCM) durch. Der Niederländer Laurens Ten Dam (Rabobank) hatte als Drittplatzierter drei Sekunden Rückstand, Meyers Landsmann und Teamkollege Matthew Wilson wurde Vierter (+0:10).
24 Sekunden hinter dem Tagessieger und neuen Träger des ockerfarbenen Trikots entschied der bisherige Gesamtführende Matthew Goss (HTC-Highroad) den Sprint des Hauptfeldes vor dem Spanier Josè Joaquin Rojas (Movistar), dem Briten Ben Swift (Sky) und dem Belgier Jurgen Roelandts (Omega Pharma-Lotto) für sich. Dessen Teamkollege André Greipel belegte Platz 15.
"Es ist ein bisschen ein Schock, eine Etappe hier abzuschießen, die so offensichtlich für die Sprinter gemacht ist", sagte Meyer, der vor zwei Tagen ebenso wie sein jüngerer Bruder Travis bei einem der Massenstürze auf dem Asphalt gelegen hatte. "Es ist ein Schock, das Trikot zu tragen, aber ich bin begeistert. Ich wäre ohne Matt Wilson nicht weggekommen, weshalb es ein perfektes Rennen war. Ich bin sehr glücklich, meinen ersten Sieg bei einem WorldTour-Rennen eingefahren zu haben."
Im Kampf um den Gesamtsieg hat der 23-jährige Cameron Meyer nun die besten Karten. Der Australische Zeitfahrmeister führt mit zehn Sekunden Vorsprung auf Ten Dam und 12 auf Landsmann Goss. Auf Rang vier folgt mit Robbie McEwen (Radio Shack/+0:15) ein weiterer Australier. Titelverteidiger Greipel fiel auf Platz fünf zurück und hat mittlerweile
16 Sekunden Rückstand auf die Spitze.
Erst nach der ersten Sprintwertung fand sich die Gruppe des Tages, bestehend aus De Gendt und dessen Teamkollegen Rob Ruijgh (beide Vacansoleil), Ten Dam, dem Franzosen Blel Kadri (Ag2r) sowie dem Garmin-Duo Cameron Meyer und Wilson. Das Feld ließ das Sextett zunächst ziehen, begann aber, angeführt von HTC-Highroad, Radio Shack und Omega Phrama - Lotto, bei einem Rückstand von rund 2:30 Minuten mit der Verfolgung.
Auch ohne Kadri, der schon bei Rennmitte wieder zurückfiel, hielten die Ausreißer aber ihren Vorsprung, der erst zehn Kilometer vor Schluss auf unter eine Minute fiel und auf den letzten beiden Kilometern noch immer rund 30 Sekunden betrug. Dem Feld gelang es im Finale dann auch nicht mehr, die auf vier Fahrer geschrumpfte Spitzengruppe noch zu stellen.
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