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Vorschau 63. Österreich-Rundfahrt

Wer tritt aus dem langen Tour-Schatten?

Foto zu dem Text "Wer tritt aus dem langen Tour-Schatten?"
Österreich Rundfahrt 2004, Großglockner-Etappe Foto: ROTH

02.07.2011  |  (rsn) - Im Schatten der Tour de France startet am Sonntag die 63. Österreich-Rundfahrt (Kat. 2.HC / 3. - 10. Juli) . Der abwechslungsreiche Kurs gepaart mit einer Top-Besetzung verspricht eine spannende Woche auf Österreichs Straßen. Insgesamt gehen 18 Mannschaften, darunter acht ProTeams, an den Start. Auch der deutsche Zweitdivisionär NetApp ist mit von der Partie.

Die Strecke:

Der Auftakt der Österreich-Rundfahrt wird den Sprintern gehören. Auf der 1. Etappe stehen die zwei Anstiege der 2. Kategorie bereits kurz nach dem Start in Dornbirn an. In Richtung Götzis wird es immer flacher, so dass alles andere als eine Massenankunft eine Überraschung wäre. Doch schon am folgenden Tag müssen die Klassementfahrer ran. Die 2. Etappe verläuft zwar größtenteils über recht flaches Terrain. Im Etappenfinale steht allerdings die Bergankunft am Kitzbüheler Horn in 1670 Metern Höhe an. Mit zwei Bergen der 1. Kategorie ist auch der dritte Tagesabschnitt anspruchsvoll. Doch die Anstiege werden schon recht früh überquert. Zudem führt der Weg ins Ziel nach Prägraten zwar bergauf, richtig steil wird es dort aber nicht, so dass keine großen Abstände zu erwarten sind.
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Die 4. Etappe führt das Feld über das Dach der Rundfahrt, das in 2504 Meter Höhe gelegene Hochtor. Von diesem Anstieg, der zur Etappenmitte im Programm steht, folgt eine lange Abfahrt, ehe gut 30 Kilometer vor dem Ziel mit dem Dientner Sattel noch ein Kat.1-Anstieg folgt. Auch die letzten Meter nach St. Johann führen nochmals – wenn auch eher moderat – bergan. Nach den Klettertortouren der vergangenen Tage kommen auf der 5. Etappe, die über leicht welliges Terrain führt, wohl wieder die Sprinter zum Zug. Die Ankunft in Schladming könnte aber auch eine Angelegenheit für entschlossene Ausreißer werden.

Fast tellerflach - mit lediglich drei kleinen Anstiegen der 4. Kategorie versehen -, verläuft das sechste Teilstück. Die Zuschauer in Bruck können sich also auf eine Sprintankunft einstellen. Am vorletzten Tag der Rundfahrt steht das traditionelle Einzelzeitfahren von Podersdorf am Neusiedler See an. Auf den 30 flachen Kilometern wird die Entscheidung über den Gesamtsieg fallen. Auf der kurzen Schlussetappe nach Wien wird vor dem Burgtheater der letzte Etappensieger der Rundfahrt im Massensprint ermittelt. Das Führungstrikot gerät auf der Flachetappe allerdings nicht mehr in Gefahr.

Die Favoriten: Für das spanische Geox-Team ist die Österreich-Rundfahrt nach der Nicht-Berücksichtigung für die Tour de France wohl nur ein kleines Trostpflaster. Der Russe Denis Mentschow und der Spanier Carlos Sastre, zusammen genommen Gewinner aller drei großen Landesrundfahrten, sind die großen Favoriten auf den Gesamtsieg, so denn Form und Moral stimmen. Aber auch ihr junger österreichischer Teamkollege Matthias Brändle startet ambitioniert ins Heimspiel.

Mit dem Geox-Team aufnehmen werden es der Schweizer Gesamtsieger von 2009, Michael Albasini (HTC-Highroad), der Portugiese Tiago Machado (RadioShack), der Schwede Gustav Erik Larsson (Saxo Bank-SunGard), der Kroate Robert Kiserlovski (Astana), der Franzose Alexandre Geniez (Skil-Shimano) sowie der Brite Peter Kennaugh (Sky). Die Österreicher bauen vor allem auf die beiden Leopard-Trek-Profis Thomas Rohregger und Stefan Denfil.

Bei den Sprintankünften wird der Deutsche Meister Robert Wagner (Leopard-Trek) gemeinsam mit seinem italienischen Teamkollegen Daniele Bennati einer der Topfavoriten sein. Die schärfsten Kontrahenten der beiden Leoparden sind die Australier Chris Sutton (Sky) und Mitchell Docker, die Italiener Andrea Guardini (Farnese Vini) und Roberto Ferrari (Androni Giocattoli), der Südafrikaner Robert Hunter (RadioShack), die Belgier Greg van Avermaet (BMC) und Jens Keukeleire (Cofidis), aber auch die beiden Deutschen Roger Kluge (Skil-Shimano) und René Weissinger (Vorarlberg). Aussichtsreichster österreichischer Sprinter ist Daniel Schorn vom deutschen NetApp-Team.

Die Etappen:

1. Etappe, Sonntag, 3. Juli: Dornbirn-Götzis, 139 km
2. Etappe, Montag, 4. Juli: Innsbruck - Kitzbühehler Horn, 158 km
3. Etappe, Dienstag, 5. Juli: Kitzbühel – Prägraten am Großvenediger, 179 Km
4. Etappe, Mittwoch, 6. Juli: Matrei – St. Johann, 199 m
5. Etappe, Donnerstag, 7. Juli: St. Johann – Schladming, 157 Km
6. Etappe, Freitag, 8. Juli: Hainburg – Bruck, 155 Km
7. Etappe, Samstag, 9. Juli: Podersdorf am Neusiedler See, 30,1 Km, EZF
8. Etappe, Sonntag, 10. Juli: Podersdorf am Neusiedler See – Wien, 123 Km

Die Teams: HTC Highroad, Sky, Leopard-Trek, Saxo Bank, Radioshack, BMC, Katjuscha, Astana, Skil-Shimano, NetApp, Androni Giocattoli, Cofidis, Geox-TMC, Farnese Vini, Tyrol Team, WSA Viperbike Kärnten, Arbö Gebrüder Weiss, Team Vorarlberg

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